Zitat des Tages

„Die deutsche Sucht nach ewigen Lösungen, die Angst vor Experimenten und der Mangel an Phantasie hemmen die politische Tat.”
(Das heutige Zitat des Tages stammt von Gerhard Schröder (*1944), dt. Politiker

Genau das gleiche könnte man von den meisten christlichen Gemeinden in Deutschland sagen: Gibt es da wohl einen Zusammenhang? … Der Schröder hat ja doch mal helle Momente gehabt. Die deutsche Sucht nach ewigen Lösungen, die Angst vor Experimenten und Mangel an Phantasie – genau das ist es doch. Was denkst Du?

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Theologie nach dem Tode Gottes

ist der Titel eines Artikels einer bekannten Theologin, deren Todestag sich am 27.04. zum dritten Mal jährt: Dorothee Sölle.
02 2003 15 Sölle ging nicht mehr von einer Allmacht Gottes aus: „Gott hat keine anderen Hände als unsere“ den Grund hierfür sieht sie in Auschwitz und das drückt sich in Büchern wie „Atheistisch an Gott glauben“(1965) aus. Warum schreibe ich darüber? Ich habe am Sonntag mit jemand bei Kubik über Theologiestudium an deutschen Universitäten gesprochen. Sölle ist eine Prof. Dr. gewesen und wurde stark gelesen und gelehrt. Sie stellt vielleicht ein Extrem dar, aber ein Extrem, das wahrgenommen wird. Ich kenne die Trends an den deutschen Unis nicht mehr wirklich, was Theologie angeht, aber zu meinen Studienzeiten (1997-2002) ging es da nur in der Richtung ab – wie kann Theologie studieren, wenn Gott doch so irgendwie undefiniert ist und die Bibel, nun ja, die ist eher eine Ansammlung von Mythen und Legenden? So werden Religionslehrer und Pfarrer ausgebildet – zumindest, wenn man es auf die Spitze treiben mag.
Interessanterweise vertritt Sölle eine radikale und leidenschaftliche soziale Orientierung der Kirche und nimmt den Kampf um soziale Gerechtigkeit Weltweit auf – viele Dinge, die wir wieder zurückgewinnen möchten, aber gerade im Zusammenhang von Gottes Persönlichkeit, seiner Liebe zu den Menschen und seiner Realität und nicht mit der Grundvorrausetzung, dass es Gott nicht gibt.
Ihre Lektüre? Sie liest unter anderem Thomas Merton und zitiert ihn gern. Wir denken viele Dinge neu, versuchen Kirche zu dekonstruieren und wieder zu rekonstruieren – ich frage mich: Gehört in die Rekonstruktion nicht auch eine Auseinandersetzung mit der Theologie und dem Denken der Geschichte? Theologinnen wie Sölle haben Deutschlands Kirchen geprägt, die Pfarrerausbildung, die Art und Weise, wie Pfarrerinnen Kirche verstehen. Vielleicht sind solche Gedanken auch nur ein Rückbesinnen auf mein Studium, aber gehört das nicht auch zur Dekonstruktion dazu – bestehende Theologien zu dekonstruieren? Hm.

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Roller funktioniert wieder

Seit gestern funktioniert mein Roller wieder! Was ein Vergnügen – er hat einen ordentlichen Auspuff mit TÜV Abnahme und ABE, was für ein gutes Gefühl. Und trotzdem rollt sich nett und schnell und am Berg hustet er nicht mehr.

Sommer Du kannst kommen….

Motiviert?

Am Samstag gibt es beim CVJM einen Tag, der sich mit den Mitarbeitern beschäftigt. Diese Tage sind schon gute Routine geworden, weil es immer wieder nötig ist zusammen zu kommen, zu hören und zu essen.
Diesmal werde ich eine größere Einheit über „Motivation“ gestalten, wie wird nicht verraten – einige sollen ja noch überrascht werden. Auf jeden Fall habe ich mal wieder dicke Bücher gewälzt und ich mit der Frage beschäftigt warum Menschen motiviert sind.
Interessant ist dabei die Aussage, dass man nicht motiviert werden kann. Es gibt es in der Psychologie nicht, dass ich jemand anderes motiviere. Ich kann Gründe aufzeigen, warum es gut wäre dies oder jenes zu tun, ich kann Macht und Druck ausüben und mein Gegenüber zwingen etwas zu tun, ich kann subtil meine Beziehung ausnutzen und eine emotionale Erpressung durchführen, aber ich kann nicht motivieren.
Motivieren kann man sich nur selbst. Meine Motivation liegt in mir oder nicht. Ich kann mich überzeugen lassen, dass es gut, richtig und logisch wäre dies zu tun oder jenes zu lassen. Das ist Befreiung für all die Leute, die ständig an der Motivation anderer scheitern und zugleich auch Aufgabe für die Leute ihre persönliche Verantwortung für ihre Motivation wahrzunehmen.
Was motiviert Dich zu handeln? Warum tust Du das, was Du tust? Zwang, Angst vor Ablehnung, Freude, Auftrag, weil andere Dich Erpressen oder weil Du es willst? Ich glaube, dass Gott auch da hinein kommt – in dem er ins uns ist, kann er uns auch von innen heraus motivieren und kommt nicht von aussen. Spannendes Thema. Was denkst Du?

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24/3

Zeit endlich über unsere kommenden Gebetstage zu schreiben: nicht 24/7, sondern 24/3 – wir tasten uns langsam vorwärts. Wir wollen von Gründonnerstag Abends bis Ostersonntag Morgens im Gebet verbringen. Geplant haben wir wie das aussehen soll am Sonntag. Ich bin gespannt. Das Thema heißt „Passion“ und es erwarten Euch viele unterschiedliche Möglichkeiten Gebet zu leben, Die Geschichte Jesu zu erleben – Passion hat auch viel mit Leidenschaft zu tun, Leidenschaft für Jesus. Die Listen hängen in der Wohnung in der Nowackanlage und stehen im Internet auf der @home Seite. Man kann sich dann per Mail anmelden.
Wie wichtig, richtig und schön es ist ausgiebig und richtig Zeit mit Gott im Gebet zu verbringen, merke ich immer dann, wenn ich bete, wenn ich wirklich zwei Stunden Zeit dafür habe. Gestern meinte jemand im Gebet: „Es wird total schön so einen Termin mit Dir haben zu können“. 24/3 Möglichkeit für einen Termin mit Gott, wieder ein wenig Traum der wahr wird: Leute können Gott begegnen, Jugendliche bekommen einen anderen Zugang zu Gott. Ich freue mich drauf.

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Reden ist gut

Wir nehmen uns immer Zeit zum Reden in unserer kleinen Gemeinschaft und es ist einfach gut. Ich freue mich ziemlich darüber, dass man immer tiefer, immer offener reden kann. Der Traum davon eine Familie aufzubauen hier in der Wohnung wird immer realer, immer greibarer. Ich glaube wirklich, dass das hier ein gutes Ding wird. Danke Mirja, Tine David und den treuen Haustieren Massimo und Josua für die Themen – es ist cool mit Euch Lukas 6 zu lesen und anzufangen ehrlich zu sein…..

Browserprobleme?

Habe heute gehört, dass jemand Probleme beim Anzeigen meines Blogs im Internet Explorer hat. Ich habe es mit Safari 1.3.2, Internet Explorer 5.2 für Mac und Firefox 1.5.0.1 getestet und im Internet Explorer wird die Linkleiste ganz rechts nicht angezeigt, bei Firefox und Safari funktioniert es prima.
Hat jemand sonst noch Probleme beim Anzeigen? Vielleicht kann man noch was dran ändern – aber ansonsten empfehle ich Firefox zum Anschauen. Nicht still leiden oder mit die Pest an den Hals wünschen, weil ihr das Blog nicht lesen könnt – meldet euch!

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authentische Führung

Authentische Führung
In meiner Beschäftigung mit Leiterschaft und Führung bin ich über das Buch von Paul Ch. Donders gestossen: authentische Führung: Leiterschaft in Balance (Band 1). Ich arbeite es gerade im Selbststudium durch.
Ich muss sagen: Es ist gut, sehr gut, reif, herausfordernd, ausgewogen. Wenn ihr ein Buch zu diesem Thema sucht ist das eines, das ich sehr empfehlen kann.
Donders arbeitet in einem Europäischen Kontext und das ganz bewusst. Allein das ist schon erfrischend – ich muss nicht erst amerikanische Gedanken hier herüber bringen, sondern kann entspannt einen Europäer zu Wort kommen lassen. Die Kapitel sind:

  1. Gesunde und starke Leiterschaft
  2. Der Umgang mit Autorität
  3. Leiten mit klaren Werten und Normen
  4. Ausgewogenheit zwischen Aktion und Kontemplation
  5. Gemeinschaft bauen
  6. Hingabe

Obwohl er unzweideutig ein Fan von Romano Guardini ist, schafft er es kurz und prägnant und trotzdem richtig relevant Fragen zu stellen – ich warte z.B. gerade auf die Auswertung eines Fragebogens, den ich zwei meiner Mit-Teamer gegeben habe – sie müssen mich als Leiter einschätzen – mit den Ergebnissen gehe ich dann weiter im Buch und lege die Punkte fest, an denen ich im nächsten Jahr arbeiten will. Das hilt enorm, um sich immer wieder selbst zu hinterfragen. Ich kann das Buch empfehlen interessant ist, dass Donders bei Xpand mit dabei ist, eine Schulungs und Trainingsgemeinschaft, die an sich schon coole und hilfreiche Sachen macht….
Eine Leseprobe gibt es hier.

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Kubik

Warum Andrew Jones das gerade jetzt bloggt, wo sein Besuch doch wirklich lange her ist, weiß ich nicht. Aber er bekundet offensichtlich, dass das Kubik Café:

I have been to lots of cafe churches around the world, but my favorite was Kubik in Germany

Sein Favorit unter den Café Kirchen der Welt ist. Ich bin da mal ziemlich unbescheiden das zu bloggen, oder?
Aber warum nicht? Ist doch schön, wenn es Lob gibt! Die Leute, die Kubik gegründet haben bekommen oft zu wenig Lob und Respekt von anderen. Dabei versteht sich Kubik als auf dem Weg und noch nicht am Ziel.
Kubik formiert sich neu, fragt neu, denkt neu – rekonstruiert im April:

Im April wird es keine offiziellen Kubikgottesdienste geben. Wir wollen uns als Gemeinschaft Zeit nehmen in einen gemeinsamen Prozess der Rekonstruktion zu gehen. Wir haben in vielen Bereichen über die letzten Jahre hinweg viel dekonstruiert und auseinandergenommmen und nicht unbedingt alles hinterher auch wieder zusammengesetzt. So gibt es nun einige Bereiche wo wir uns gemeinsam fragen wollen was wir eigentlich glauben. Von der Idee her geht es um den Prozess den wir im Gottesdienst „ErWachsen“ vor 2 Wochen thematisierten. Es geht darum einen Erwachsenen Glauben zu entwickeln, der sich den Fragen und Zweifeln stellt, aber trotzdem eine gewisse Kindlichkeit bewahrt oder sogar zurückerobert. (Zitiert von Marks Blog)

Familienzeit – Zeit wo die Kubik Familie weiter gehen will. Spannende Zeit mit vielen offenen Fragen. Ich liebe das, dieses unbändige nicht-stehen-bleiben-wollen, dieses weiterdenken, weiterfragen. Paulus sagt (Phil 3, 13):

Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt.

Das was vor mir liegt. Auf das Ziel zu – ich bin glücklich in dieser Zeit mit dabei sein zu können. Ich bin froh, dass Kubik sich diese Zeit nimmt. Ich war noch in nicht so vielen Kirchen Cafés rund um die Welt, aber kann Andrew nur zustimmen….

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Samstag 01.04. Teil 3

Kubik Leseabend 01.04.06 - 11
Spätestens jetzt versteht man die Sache mit den komischen Entscheidungen aus Teil 1. 3 Veranstaltungen an einem Tag? Ja. Und ich bereue nichts. Es war ein guter Samstag.
Abends sind wir dann ins Kubik Café gefahren, haben viele Bücher aufgebaut
Bücher Im Cafealles Leseexemplare von Verlagen, die wir angeschrieben haben, ob sie bei dem Projekt „Buch-Café“ mitmachen wollen, indem sie uns Bücher schenken. Inzwischen haben wir über 50 Bücher geschenkt bekommen, alles Neuerscheinungen. Das freut uns sehr….und ab jetzt kann man im Café gemütlich sitzen und in Büchern stöbern….
Wir hatten 5 hervorragende Bücher als Lesetexte ausgewählt: Kurt Tucholskys „Schloss Gripsholm“, Joey Goebels umstrittenes, aber wie ich finde geniales Werk „Vincent„, „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel, ein Überraschungskrimi „Glennkill“ der die wohl genialsten Detektive der Weltgeschichte aufweist: Schafe ermitteln und zu guter letzt „Jesus kam bis Bangladesch“ von Bridget und Adrian Plass.
Genial interpretiert von Miri, Johannes, Mirja und ich habe auch wenig wenig lesen dürfen.
Es war witzig, tiefsinnig, rührend, einfach schön.
Kubik Leseabend 01.04.06 - 33

Wir haben viel positives Feedback bekommen und freuen uns darauf bald mal den nächsten Leseevent bei Kubik machen zu dürfen. „Hörbar“ wird der Titel sein.
Vielleicht noch ein Wort zu den Links der Bücher oben: Man kann diese dort bestellen und Kubik bekommt dann 10% des Verkaufspreises – so kann man gute Bücher geniessen und auch Kubik noch etwas gutes tun. Diesmal gibt es mehr Bilder. 🙂
Kubik Leseabend 01.04.06 - 09Kubik Leseabend 01.04.06 - 36-1

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Samstag 01.04. Teil 2

Weiter ging es mit dem Vorbereitungstreffen für die Narbonne Freizeit. In diesem Jahr gehen wir ein Wagnis ein und veranstalten als CVJM eine Freizeit nach Südfrankreich. Und wir haben ein einfaches Traumteam als Mitarbeiter – 10 sind wir und wir gehen neue Wege im Denken und Vorbereiten.
Länger schlafen morgens, mehr Inhalt Abends und … ach ich will eigentlich nicht zu viel verraten. Aber es wird eine Hammerfreizeit! Warum ich das weiß? Weil wir uns im Team jetzt schon echt wohl fühlen und Gott im Mittelpunkt ist. Darum. Schade, dass ich kein Foto gemacht habe….

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Samstag 01.04. Teil 1

Forum Leben
Nun ja, was soll ich sagen? Manche Entscheidungen sind wirklich schwer – wie Mirja und ich unseren Samstag gestalten zum Beispiel. Morgens waren wir mit Markus Gast und seinem Stand von Kairosmedia bei der „Forum Leben“ Konferenz in Karlsruhe. Eine Auswahl an Büchern, Videos (hatte mal Zeit mir die Videos von Kairosmedia anzuschauen und kann sie nur empfehlen! Cooles Zeug…) und Musik. Vor allem aber ein Ausflug in die Vergangenheit: eine charismatische Veranstaltung, Lobpreis stundenlang, mehrere Predigten hintereinander, Proklamationen und ähnliches. Weil wir nicht Teil der Konferenz waren, sondern „nur“ einen Stand betreut haben, waren wir zugleich auch irgendwie Zuschauer. Ich habe dann festgestellt, dass es vieles gibt, was ich wiedergewinnen oder vielleicht eher verarbeiten muss. Dafür konnten wir ein paar Kontakte knüpfen, zu Gernot Elsner und seinem kleinen Missionswerk „Gospeltribe„. Interessant. Ein nachdenkenswerter Vormittag.

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