Bei Peter Aschoff (Peregrinatio) findet man öfter gute und nachdenkenswerte Posts, so auch dieser hier über Erlebnisgottesdienste – er macht sich Gedanken über Pro und Contra von Erlebnisgottesdiensten und stellt eine gute Frage:
Ich frage mich manchmal, ob unsere Gottesdienste nicht von selbst viel spannender würden, wenn wir alle zusammen sechs Tage in der Woche leidenschaftlich für Gerechtigkeit und Versöhnung kämpfen würden. Es gäbe immer etwas zu erzählen. Klar, auch das will gut erzählt werden, aber man muss sich schon weniger aus den kreativen Fingern saugen.
peregrinatio » Erlebnisgottesdienste?
In seiner Diskussion mit einem Amerikaner namens Perry Noble kommt er auf einen Vergleich zwischen Unterhaltung und Kunst in Gottesdiensten.
Vielleicht verwechseln gerade Amerikaner auch immer wieder Kunst und Unterhaltung. Perry Noble bezieht sich nicht von Ungefähr auf Hollywood, das uns unterhält und daran gut verdient. Kunst dagegen will nicht wie Unterhaltung konsumiert werden, sondern sie verlangt uns mehr Engagement ab beim Zuhören, Hinsehen, Widersprechen und Mitdenken. Echte Kunstwerke (egal welcher Gattung) sprechen auch noch auf den zweiten und dritten Blick. Manchmal beginnt es dann erst richtig. Bei Unterhaltung ist das undenkbar, sie muss beim ersten Kontakt “zünden” und ist dann aber meistens auch schon verpufft.
peregrinatio » Erlebnisgottesdienste?
Mein Alltagsleben mit Gott als kunstvolles Element, das echt ist und nicht “nur” Unterhaltung in einem Gottesdienst und das der anderen ebenso. Unsere Alltagsgottesdienste kommen zusammen und gestalten den besonderen Gottesdienst der Gemeinschaft. Wunderschöne Vorstellung und gutes Ziel. Was für eine Aufwertung und Ehrung von beidem: Dem Alltagsgottesdienst des Einzelnen und dem Gemeinschaftsgottesdienst.
technorati tags:Erlebnisgottesdienst, Gottesdienst, PeterAschoff, Alltagsgottesdienst, Leben
Zu Weihnachten gibt es fast jedes Jahr von meinem Schwager, Marcus Bender, eine CD – er ist der Kenner und trifft jedesmal den Geschmack von Mirja und mir.
Diesesmal auch wieder: Kante – die Tiere sind unruhig. Die Hamburger Band gibt’s schon seit 1995, die älteren Platten kenne ich nicht, aber diese ist wirklich gut. Entspannt, Hamburgerisch, Progressiv kommt die Platte daher. Anhören kann man sich die Musik auf ihrer Webseite, ein Video gibt es auch. Es lohnt sich. Mein Favorit ist der Titelsong: “Die Tiere sind unruhig”, aber nur mit einer Nasenlänge Vorsprung vor den anderen. Danke Marcus!
technorati tags:Kante, Kantemusik, Rock, Hamburg, Band
Warum nicht mal Pilgerbücher kaufen?
Ein Klassiker: John Bunyans “Pilgerreise” (engl. “The pilgrims progress”) ein Lebensweg als Pilgerreise erzählt, immer noch lesenswert, wenn auch etwas älter.

C.S. Lewis schreibt “Flucht aus Puritanien” (engl. “The pilgrims regress”) ebenfalls autobiographisch und exzellent! Die Denk und Lebensreise des großen Jack Lewis als Pilgerreise, eigentlich als “Pilgerrückreise”.
Nicht eigentlich ein Buch über Pilgerreisen, aber eine Pilgerreise an sich mit viele Postkarten der Emerging Church weltweit und Kapitel über “Spirituelle Touristen” und “Pilgern” ist Steve Taylors “The out of bounds church”
(Buch Blog, Steves Blog) – ich habe viel gelernt und es ist einmal anders aufgebaut – vor allem die Buchrandnotizen sind enorm wertvoll…
Hape Kerkeling hatte ich ja schon erwähnt. Habe es nicht gelesen, aber meine Schwiegermutter meint es sei sehr gut und nachdenkenswert.
technorati tags:Pilgerbücher, Klassiker, C.S.Lewis, Bunyan, Taylor, Pilgerreise
Einmal im Leben sollte jeder Gläubige Moslem nach Mekka pilgern – dieses Jahr sind es 3 Millionen Menschen. Durch eine Massenpanik im letzten Jahr sind 365 Menschen ums Leben gekommen, wollen wir hoffen, dass es dieses Jahr ruhig bleibt.
Was genau ist der Hasch? Für den männlichen Moslem beginnt der Hadsch mit dem Anlegen des Pilgergewandes (Ihram), das Totentücher symbolisiert und aus zwei weißen ungesäumten Tüchern besteht. Der erste Weg führt nach Mina, von dort aus zu dem Berg Arafat, der auch der Berg der Vergebung genannt wird. Hier bitten die Gläubigen Gott um Vergebung für ihre Sünden. Interessant ist dabei, dass es in den ärmeren Ländern in denen Moslems leben, die sich keinen Hadsch leisten können, die Sitte gibt einen aus der Dorfgemeinschaft stellvertretend für die Gemeinschaft nach Mekka zu schicken und vermutlich stellvertretend Vergebung zu erhalten. Danach steinigt man symbolisch den Teufel und geht weiter zum vermutlich bekanntesten Teil des Hadsch: Dem Tawaf, der siebenmaligen Umrundung der Kaaba, einem schwarzen Kubus in Mekka (siehe auch Bild) – schlicht das “Haus Gottes”. Natürlich ist dies ein viel komplexerer Vorgang und dauert mehrere Tage.
Interessant finde ich, dass Pilgerfahrten auch in der westlichen Welt wieder in Mode kommen. Im Mai hat Hape Kerkeling “Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg” herausgebracht und die Bestsellerlisten erobert.
Leiter von den Freaks wie Mirko Sander gehen mal ins Kloster und verbringen gute Zeiten dort. Ich glaube es braucht diese Zeiten im Leben, Pilgerfahrten, Zeiten der Ruhe und der Reflektion, hm – vielleicht sollte ich auch mal pilgern? Ich meine mehr weg als zum Kühlschrank und zurück…
technorati tags:Haddsch, Mekka, Pilgerreise, HapeKerkeling, Kloster, pilgern
Ich bin schon fast immer ein Fan unserer neutralen Nachbarn. Und seit dem wir “Gomer Cholera” ausprobiert haben noch mehr! Es ist ein geniales Gericht mit Kartoffeln, Blätterteig, Zwiebeln, Käse und Äpfeln (!). Unser Festtagsessen am 2. Weihnachtsfeiertag. Kleines Land, Große Küche!!! Viva Schweiz – da stecken bestimmt noch viel mehr kulinarische Kostbarkeiten drin…
war einfach schön. Wir haben es genossen Zeit zu zweit zu haben und dabei ist ein nettes Bild unseres ersten Weihnachtsbaums entstanden. Ohne Photoshop (die Schatten und die Farbgebung kommt vom Raum) und das wirkliche Geschenk dieses Jahr ist die Zeit, die wir zusammen verbringen konnten. Und welches Geschenk ist das! Ein Fest der Menschwerdung Jesu, nachdenklich und wunderbar.
Alan Hirsch stellt wieder interessante Fakten vor – obwohl er Australier ist kommen die Zahlen mit doch bekannt vor.

“So in Australia we have the somewhat farcical situation of 95% of evangelical churches tussling with each other to reach 12% of the population. And this becomes a significant missional problem because it begs the question, “what about the vast majority of the population (in Australia’s case 85%, in the US about 65%) that report alienation from precisely that form of church?” How do they access the gospel if they reject this form of church? And what would church be like for them in their various settings? Because what is clear from the research in Australia at least, is that when surveyed about what they think about the contemporary church growth expression of Christianity, the 85% range from being blasé (“good for them but not for me”) to total repulsion (“I would never go there”). At best we can make inroads on the blasé but we can’t hope to reach the rest of the population with this model– they are simply alienated from it and don’t like it for a whole host of reasons.”
(Kurzfassung: In Australien ist es so, dass 95% der evangelikalen Kirchen um 12% der Bevölkerung balgen. Dies ist ein krasses missonales Problem, weil die Frage sich aufdrängt: “Was ist mit der breiten Mehrheit der Bevölkerung?” “Wie kommen sie in Kontakt mit dem Evangelium, wenn sie diese Form der Kirche ablehnen?” Die Meinung dieser Mehrheit der Bevölkerung über Kirche geht von: “Gut, für die Leute, die hingehen, aber nicht gut für mich” bis “da würde ich niemals hingehen!”)
Gerade in Karlsruhe fällt mir auf, dass die vielen evangelikalen Gemeinden um die gleiche Schicht kämpfen, ringen, balgen. Aber kaum jemand kümmert sich um die vielen anderen. Noch nicht mal wir beim CVJM – die einzige Ausnahme ist vermutlich TenSing. Mit dem Aufkommen neuer Mittelschicht evangelikal geprägter Gemeinden gibt es mehr Konkurrenz im frommen Teich, aber wenig Bewegung für die breite Bevölkerung. Ich sage hier nicht viel neues für manche, aber Viele andere wehren sich immer noch gegen diese Zahlen und Einsichten. Wir sind zu allen Menschen unserer Bevölkerung berufen, nicht nur zu einem kleinen Segment. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!
Wer ihn nicht kennt: Moby ist Musiker, DJ und schon lange in Geschäft (Wiki-Artikel hier) und natürlich bloggt er auch. Ein politischer Zeitgenosse und ein Christ – das hat man schon öfter mal gehört, interessant ist seine Weihnachtsbotschaft dieses Jahr(gefunden bei Mark Berry):
christ compels us to be better than we usually are.
christ compels us to forgive those who’ve wronged us.
christ compels us to love our enemies.
christ compels us to be humble and non-judgemental.
christ compels us to care for the neediest.
christ compels us to be non-violent.
christ compels us to recognize that the material world and all of our posessions will ultimately turn into dust, so we shouldn’t get too attached to our bodies, our lives, and our stuff.
and, most importantly(in many ways), christ compels us to love one another and look after one another, and to see all people as our own family.
so when i call myself a christian it’s because i find christ’s character and teachings to be incredibly compelling and, well, divine(cos they’re too weird/impractical/perfect to have ever been invented by a human being).
(Quelle: Moby)
Das finde ich ziemlich interessant, weil hier die Bergpredigt praktisch betont wird. Ich habe das Gefühl wir Christen reden zu viel und nur wenig tun etwas. Was der gute Moby tut kommt in einem Interview mit ihm ganz gut raus (in Deutsch!) er ist Aktiv, tut politisch etwas und strebt nach Gerechtigkeit. Ich mache mir im Moment ein paar Gedanken über Emerging Church und Dogma und hoffe zu ein paar Erkenntnissen zu kommen. Moby gibt mir gute Vorlagen dazu.
Die Weihnachtszeit bildet den Höhepunkt des Jahres und diesesmal auch einen Ruhepunkt. Wir werden uns Ausruhen und eine Pause einlegen. Der Start dieser Ruhezeit ist jetzt.
Ich freue mich auf die Gespräche mit Mirja, die Zeit, das Ausschlafen und einfach auf alles. Es wird gut tun, das weiß ich jetzt schon. Und auf Espresso und Kekse natürlich freue ich mich auch.
Am 09. Mai 2007 im Royal Theater an der Drury Lane in London beginnt die Reise – wieder einmal: Der Herr der Ringe als Bühnenstück.
Eine interessante Idee und mein erster Gedanke war: Da sollten wir hingehen. Verschiedene Interpretationen einer guten Geschichte. Läßt mich nachdenken, wie wir so häufig die ewige Geschichte nicht neu interpretieren.
Naja, die offizielle Webseite von “Herr der Ringe auf der Bühne” gibt es hier.
Beschreibung von der Seite: “Thrilling music, enthralling choreography, remarkable staging and stunning design will combine to transform Drury Lane into Middle-earth in a mesmerising and spectacular theatrical event featuring an ensemble of over 70 actors, singers and musicians.
THE LORD OF THE RINGS, a breathtaking journey of wonder and enchantment, hope and discovery,friendship and loyalty – experience the epic fantasy like never before.”
Adbusters, eine Initiative, die immer wieder geile Ideen rausbringt hat jetzt eine Idee, die sich “Do the Jesus Walk” nennt.
Ihre Kampange “Buy nothing chrismas” unterstützen sie mit einer geilen Idee – man sollte sich eine Maske von Jesus basteln (Bauanleitung und Vorlage hier – nicht vom oben stehenden “Buddhist Walk” verwirren lassen, unten ist die Anleitung für den “Jesus Walk”) und durch ein Kaufhaus gehen.
Die Aktion “Buy nothink xmas” ist eine sehr geile Idee. Vermutlich zu spät für die meisten von uns. Kauft fairer, kauft weniger, am Besten gar nichts. Wir sind nicht geboren, um zu shoppen. Warum kommen wir nicht auf so geile Ideen? Manchmal verstehe ich das nicht…
Ich freue mich auf Weihnachten, weil es das Fest der Menschwerdung Gottes ist. Darüber werde ich dieses Jahr mal intensiver nachdenken. Inkarnation. Ein Buzzwort in der Emerging Church Szene. Und Weihnachten ist das Fest dieses Wortes. Gut, dass es mal ruhiger abläuft als die letzten Jahre.

Die Leute von 24/7 Deutschland haben sich für 2007 etwas nettes überlegt: Eine Gebetsraumkette.
Der große Traum dabei ist alle 52 Wochen des nächsten Jahres zu füllen und das ganze Jahr über einen 24/7 Gebetsraum offen zu haben.
Wie ihr an dem Bild seht ist da noch viel offen – nur 5 Wochen sind bis jetzt besetzt – wie traurig! Leider ist unsere eigene Gebetsaktion vom Termin her darunter (1. Aprilwoche) – wer von Euch hat noch keine 24/7 Woche gemacht? Hier ist Eure Chance zu der deutschlandweiten Gebetskette dazu zu gehören!
Mehr Infos gibt es hier, einen Gebetsraum kannst Du hier anmelden! Und zur wunderhübschen 24/7 Deutschland Homepage geht es hier.
Wie sich herausstellt ist Andrew Jones bei einer Predigt von zwei Frauen, beide Anhänger von Horst Schaffranek, gestört worden. Zweimal war ich schon persönlich dabei, als Schaffranek Jünger in Deutschland in Gottesdiensten gestört haben Nur als Information, diese Leute stehen bei Grüßen oder auch mitten in Gottesdiensten auf und fangen an zu sprechen, auch bei Tagungen und so weiter. (ältere Infos in Deutsch gibt es hier)
Sollte Euch etwas ähnliches passieren, wie in diesem Video (Andrew und seine Reaktion), dann befördert die Leute freundlich und bestimmt nach draussen. Andrew hat auch einige Infos als PowerPoint Folien erstellt, die man parat haben kann, wenn diese Leute auftauchen. So kann man ohne Worte schnell Infos geben. Das YouTube Video gibt es hier, die Folien hier.
Daneben mal wieder nette Leute getroffen zu haben, von denen man viel und gern gelernt hat (A.D. Baum, Ford Munnerly, Helge Stadelmann, Friedemann Walldorf) waren also 30
Studenten bei dieser Vorlesung. Sabbe, David und Beni haben superviel gemacht, ich habe dann noch mit einem anderen Studenten ein Sofa organisiert und voilà der Raum war bereit. Gruppentische, ein wenig gemütliche Atmo in dem sonst so
sterilen und kalt wirkenden Vorlesungsraum. Ich meine, wie kann es kalt wirken, wenn David und Sabbe sich hinter der Tafel verstecken? Die Vorlesung lief gut in meinen Augen, vielleicht ein paar Augenöffner, ein paar Kennzeichen für missionale Gemeinschaften, aber vor allen eine gute Verbindung zu den Studenten und interessanter Gedankenaustausch. Superviele praktische Fragen, die öfter mal von den den Jugendlichen beantwortet wurden und halt einiges von Alan Hirsch.
An der FTA hat sich viel getan seitdem ich weg bin und ich glaube, dass man viele gute Entwicklungen noch erwarten kann. Es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung und hat echt Spaß gemacht mit Beni, David und Sabbe unterwegs zu sein. Das müssen wir öfter mal machen, oder? 

Ich bin schon vor geraumer Zeit gefragt worden, ob ich einen Kurs an der Freien Theologischen Akademie (meiner “alten” Studienstätte) geben mag. So etwas kann man nicht abschlagen, obwohl hier natürlich alles drunter und drüber geht und ich eigentlich keine Zeit habe.
Es geht um “Missionarische Jugendarbeit” und ich brauchte lange um Altes, Neues, traditionelles und rekonstruiertes miteinander in die Vorbereitung zu bekommen. Ich bin gespannt was daraus werden wird. Meine Geheimwaffe ist das turbulente Trio: Beni Lipp, David Westenfelder und Sabbe Röhrl, die mitgehen und darüber erzählen wer sie sind, was sie so machen und (hoffentlich) mir gehörig den Arsch versohlen, wenn ich dummes Zeug erzählen sollte.
Ich glaube ich sage nicht zuviel, wenn ich sage: Wir können Eure Gebete gut brauchen!
Vor mir hat Tobias Faix über Jugendtrends gelehrt und damit kann ich auf gute Grundlagen aufbauen. Mühe machen mir die interaktiven/kreativen Elemente. Meine Kreativität leidet im Moment etwas und von daher bin ich gespannt was bei den Dingen herauskommen wird, die ich geplant habe…es ist so eine andere Welt als die Gedanken von Houston gezeigt hat…
FTA wir kommen!
Neue Kommentare