Unsere Tochter Emilia ist da. Sie hat viel Freude und viel Leid gebracht. Am Montag den 29.01.2007 (geändert – da sieht man mal, wie fertig ich war/bin – Danke an Johannes!)ist sie um 14:31 Uhr geboren(50cm, 2950g). Mit einem geplanten Kaiserschnitt ist sie auf die Welt gekommen, weil ein Blutgefäss der tiefsitzenden Plazenta gefährlich war. Und gefährlich war es – am Nachmittag um ca. 15:40 Uhr war ich auf meinen Knieen im Kreissaal, neben mir meine Tochter, im OP nebenan kämpften 3 Oberärzte und der eilig hinzugerufene Chefarzt um das Leben Mirjas. Gott sei Dank waren die Blutkonserven vorbestellt, Gott sei Dank gelang es zum Schluss die Blutung zu stoppen. Es war auf Messers Schneide. Gott hat meine Frau und meine Tochter leben lassen. Ich stehe fassungslos dar und bin dankbar, dass beide leben. Die ganze Geschichte gibt es persönlich. Mit Klick auf das Foto oder hierhin gibt es die ganze Fotostrecke.
Monat: Januar 2007
Schafft es die Evangelische Landeskirche?
Es ist ja so ähnlich wie überall – man redet und redet – wird etwas passieren? Da gibt es eine Kongress über die Zukunft der Evangelischen Landeskirche in Deutschland, aufbauend auf den Papier „Kirche der Freiheit„, welches vor „Leuchtfeuern“ nur so strotzt (die gesamten Materialien findet man hier).
Interessant sind auch folgende Statments:
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will angesichts sinkender Mitligederzahlen und geringerer Einnahmen ihr Profil als Religionsgemeinschaft stärken. Zum Abschluss des EKD-Zukunftskonresses in der Lutherstadt Wittenberg sagte der Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, die Kirche werde sich künftig auf ihre Kernaufgaben konzentrieren: „Wir wollen deutliche Priorität legen auf auf die Weitergabe des Evangeliums an die nächste Generation„.
Reformen sollen Evangelischer Kirche helfen | tagesschau.de
Es geht um die sinkenden Mitgliedszahlen und die Einnahmen – die bringt uns zurück zu dem was Kernaufgabe ist: Die Weitergabe des Evangeliums an die nächste Generation. Wie macht man das?
Ziel sei es, die Qualität der Gottesdienste zu verbessern, ehrenamtliche Mitarbeiter stärker einzubinden und unterschiedliche Gemeindeformen auf dem Land und in der Stadt zu wagen, sagte Bischof Huber.
Bei dem bisher einzigartigen Kongress hatten sich 300 Vertreter des deutschen Protestantismus getroffen, um über die Zukunft der Kirche zu beraten. Grundlage war das Reformpapier „Kirche in Freiheit“ von Huber, das schon vorher heftig diskutiert worden war. Huber hatte vorgeschlagen, die Zahl der Landeskirchen, Pfarrer und Gemeinden zu reduzieren. Denn bis zum Jahr 2030 sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Kirchenmitglieder um ein Drittel auf 17 Millionen sinkt und sich die Finanzkraft der Kirche halbiert.
Reformen sollen Evangelischer Kirche helfen | tagesschau.de
Weniger Kirchen, dafür attraktiver? England ist einen anderen Weg gegangen mit den „Fresh Expressions of Church“ und ich glaube er war und ist gesünder. In die Offensive sind die Engländer gegangen in ihrer großen Krise, die auch finanzieller Art war und haben Raum für neues, radikales und anderes geschaffen. Da gibt es viele gute Geschichten zu sehen und zu lernen. So viel Phantasie jedoch findet man bei der EKD nicht. Schade. Wie wird sie 2030 aussehen? Wird sie es schaffen? Was denkst Du?
technorati tags:EKD, Evangelisch, Landeskirche, Deuschland, Zukunft, Evangelium
Aus der Regel des Hlg. Benedikt
(Prolog 21b) „…damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat.“
Benedikt benennt hier unser Ziel – Gottes Reich und das finden wir, wenn unser Blick in allem und immer Christus sucht, um ihn immer mehr in unser Blickfeld zu bekommen. Wir haben den Ruf gehört und den Schimmer der Morgenröte gesehen. Nichts soll uns von diesem Ziel ablenken, alles was geschieht kann uns auf unserem Weg irgendwie weiterhelfen – durch alles können wir weiter vorangehen zu diesem Ziel hin.
Was ist mein Ziel im Leben? Welches Ziels bin ich mir in diesem Moment, jetzt bewußt? Stimmt die Richtung meines Lebens mit dem überein, was ich im Glauben anstrebe? (angeregt aus „Benediktinische Impulse“ von Johann Domek)
Robocop
Er ist so groß wie ein dreijähriger Junge, erkennt Menschen auf vier Kilometer Entfernung und schießt mit einem 16-Millimeter-Maschinengewehr: der Robocop. Schon ab Ende dieses Jahres will Südkorea die Kampfroboter an der Grenze zu Nordkorea einsetzen, derzeit werden die ersten drei Exemplare in der Praxis getestet.
Südkorea testet Grenzroboter | tagesschau.de
Hm. Lieber nicht nach Südkorea fahren. Und wenn, dann das Passwort lernen:
„Wenn sich ein Mensch auf zehn Meter nähert, fragt ihn die Roboter nach seiner Identität. Falls der Fremde das Passwort nicht kennt und einen weiteren Schritt nach vorne macht, schießt der Roboter automatisch.“
Südkorea testet Grenzroboter | tagesschau.de
Mal im Ernst: es wird krasser auf der Welt. Und das dürfte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
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Aufräumen, Putzen und neues Aushecken
Manchmal liegt es eng zusammen, oder? Nach dem Backen bin ich dann in die Nowackanlage gefahren und wir haben einiges geräumt, geputzt, geordnet und Neues ausgedacht. Sogar den Keller der Nowackanlage haben wir aufgeräumt!
Ehrlich: Zuerst waren wir nur zu viert und ich dachte: OK, dann läuft halt wenig, aber es kamen immer mehr 12 waren es zum Schluss. Und da lief dann was. Stoffe, Ideen und neues Aushecken. Ich liebe es, wenn das alles sich verbindet wie eine Symphonie, jeder spielt ein Instrument und das Ergebnis ist einfach wunderbar. Danke an alle, die da waren – wir bleiben an der Wohnung und an den Neuen Sachen dran. 🙂
Backtag
Heute hatten wir einen Backtag. Brot und Kuchen – ich meine was braucht man mehr. Und es war schön – es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis wenn aus dem Sauerteig-Ansatz in unserem Kühlschrank, den Roggenkörnern und den Weizenkörnern Brot wird. Irgendwie ein gutes Gefühl, wenn es fertig ist und da steht. Hab leider kein Bild, aber ein luftig lockeres Brot, frisch aus dem Ofen, den Geruch, dampfend – hm.
Mr. Doug Pagitt präsentiert: "Listening to the Beliefs of Emerging Churches“ und „Emergent Manifesto of hope“
Macht der Kerl auch noch was anderes als Bücher schreiben? Interessant ist Doug auf jeden Fall und nett, man kann mit ihm und über ihn lachen (habe ihn hier in Karlsruhe und auch in Houston getroffen). Und er beschreibt ein neues Buch, das ich spannend finde:“Listening to the Beliefs of Emerging Churches„.
Doug selbst beschreibt es folgendermaßen:
If you are not familiar with the book it is is edited by Robert Webber, whose health has been severe in the last months, and includes John Burke, Dan Kimball, Karen Ward, Mark Driscoll and me.
We each wrote from our perspective of theology and responded to one another. Robert then reflected on the writings and responses.
Robert gives each of us title: I am called the Embodied one, John is the Incarnational one, Karen is the Communal one, Mark is the Biblicist, and Dan is the Rockabily.
No, Dan is the Missional one.The titles aren’t perfect but pretty good.
the pagittBlog: Listening to the Beliefs of Emerging Churches…
Es ist ein Buch, das auf Dialog aufgebaut ist – jeder schreibt seine Meinung und etwas zu der Meinung von anderen. Ich finde den Grundgedanken genial, weil man, so denke ich, den anderen wertschätzt und von ihm lernt, aber auch kritisches, weiterbringendes deutlich machen kann. Es ist noch nicht erschienen, aber wird es vermutlich bald. Eine Idee für uns hier in Europa?
Weiter weist Doug auf das bald herauskommende Buch „An Emergent Manifesto of hope“ hin, dass laut Doug:
The Manifesto is future focused, visionary and an inspiring account of what Emergent is about and hopes to contribute.
the pagittBlog: Listening to the Beliefs of Emerging Churches…
Zwei Bücher, die es verdienen präsentiert zu werden. Also: Rauf auf die Wunschlisten und Zeit im Terminkalender eintragen – es gibt wieder Lesestoff…
Alan schreibt selbst über die „zugrunde liegende Geschichte“
Da schreibt man mal einen kleinen Post und wird dann von Alan persönlich fast schon überholt. Er wird noch das ganze Buch posten, aber das ist ja cool. Er hat auf jeden Fall was zu sagen, ob im Buch oder auf seinem Blog.
Inklusiv oder Exklusiv – bei Mike
War Jesus inklusiv oder war er exklusiv? Mike schreibt einen wunderbaren tiefsinnigen Post dazu, den er so abschliesst:
„Dieses Paradox bleibt und es ist allen EClern zu wünschen, dass wir diese Spannung weise ins Leben übersetzen. Inklusivität ohne Exklusivität führt zu Christentum ohne Nachfolge und schliesslich zum Synkretismus. Eklusivität ohne Inklusivität führt zum gnadenlosen & elitären frommen Ghetto.“
Danke Mike!
Lewis Zitat in „The Forgotten Ways“
Ein Zitat von C.S. Lewis in „The Forgotten Ways„:
„there exists in every church something that sooner or later works against the very purpose for which it came into existence. So we must strive very hard, by the grace of god to keep the church focused on the mission that Christ originally gave to it.“
„es gibt in jeder Kirche etwas, das früher oder später dem entgegen arbeitet, wozu die Kirche gegründet wurde. Die Kirche konzentriert an der Mission zu halten, die Christus ihr gegeben hat, bedeutet, durch die Gnade Gottes, sehr harte Arbeit.“ (Übersetzung: Björn Wagner)
Ich habe jetzt schon bei einigen Kirchen mitgearbeitet und kann sagen, dass dieser Satz wahr ist. Man fängt an, viele Menschen sind begeistert, manche kommen zum Glauben und plötzlich ist alles anders geworden und man macht Programme und Dinge „schon immer so“. Alans Buch drückt einmal mehr mein Bauchgefühl in Worte aus.
5 Dinge, die ihr nicht über mich wußtet…
Lukas hat mir das Stöckchen hingeworfen und ich nehme es gern auf – 5 Dinge, die ihr nicht von mir wußtet:
- Ich habe als 14 Jähriger nebenbei als Zimmermann gearbeitet, um Geld zu verdienen.
- Ich wurde mit 17 Jahren von meinem Jugendkreis in der EFG Giessen als „Jugendkreis-Held“ bezeichnet und war damit gezeichnet. Ich kann immer noch nicht verstehen, was so heldenhaft an mir war…
- Ich habe wegen der Hochzeit und der bevorstehenden Hebräischprüfung mein Studium um 1 Jahr verlängert. Beides auf einmal konnte habe ich nicht gepackt – hat mir mehr Zeit gegeben und ich konnte mehr Fächer belegen.
- Ich habe mit Markus Gast und Mark Reichmann in einer WG gelebt. Auch das hat mich für’s Leben gezeichnet.
- Ich habe während dem Studium 2 Jahre lang integrative Jugendarbeit in einem Russlandaussiedler Wohnheim gestaltet. Meine beste Qualifikation dabei war, dass ich kein Russisch konnte. Die Jugendlichen sollten Deutsch lernen. Von daher kommt auch meine Liebe und Wertschätzung der russischen Küche. (und eine geklaute Sonnenbrille…)
Ich glaube jeder war schon mal dran, oder?
Alan Hirsch “The Forgotten Ways†– die zugrunde liegende Geschichte
Was ist der Herz unserer Kultur? Was liegt unserer Art zu denken, zu leben und zu handeln zugrunde? Alan Hirsch beschreibt es als die „Systems Story“ oder als „Paradigm“ (Paradigma). Er bezieht sich hier stark auf einen Kirchenberater namens Bill Easum, der interessante Dinge herausgefunden hat – „jede Organisation baut sich von einer ihr zugrunde liegenden System Geschichte her auf„, er beschreibt weiter „dies ist kein ‚System von Glaubensaussagen‘, sondern eine sich immer wiederholende Geschichte, die bestimmt, wie sich eine Organisation anfühlt, denkt und demzufolge handelt.“
Das macht Sinn und ist nicht eben neu als Erkenntnis, aber wenn man es konsequent weiterdenkt, dann muss man anerkennen, wie diese zugrunde liegende Geschichte aussieht:“Diese System Geschichte bestimmt die Art und Weise, wie sich eine Organisation verhält, egal wie deren Organigram aussieht. Es ist eine Art Ur-Schablone, die alles andere prägt.“
Beispiel: Innerhalb einer Organisation entsteht Unmut über die Gottesdienstform, mancher bemerkt, dass diese verändert werden sollte. Jetzt greift die Struktur und die Art und Weise, wie dies geschieht. Meist gibt es Kritik oder Änderungsvorschläge an das jeweilige Team, sind die Änderungsvorschläge tiefergehend gehen sie an der ind er Hierarchie nächst höhere Team. Von den Teams gehen die Veränderungen dann direkt oder eben über Umwege wieder in die praktische Arbeit. Je größer die Gemeinschaften, um so mehr Instanzen sind dabei zu informieren und mit einzubeziehen. An keiner Weise kann man aber das System direkt hinterfragen, es gibt Teams, es gibt Wege, es gibt Absprachen. Eine Gemeinschaft braucht diese Dinge – warum? Woher nehmen wir diese Art und Weise?
Natürlich steckt darin auch eine kulturelle Prägung, aber was, wenn die Kultur sich ändert? Sollte sich nicht dann auch die „System-Geschichte“ ändern?
Alan hilft mir einige der Dinge, die in meinem Kopf stecken zu formulieren. Das ist gut, weil es konstruktiv in diesem Buch weitergeht. Mehr, wenn ich mehr habe – zwischendrin postet DoSi eine Serie über „The Forgotten Ways“ – wie sein ganzer Blog lohnt sich das.
Freitag Abend Gottesdienst
Gestern war er also, unser Freitag Gottesdienst. Nach einer turbulenten Woche mit vielen Gesprächen und vielem, was auch Mühe gemacht hat. Es erstaunt mich jedesmal wie viel Leben da ist, wie viel Lachen und Sprühende Kreativität. Habe versucht ein paar Fotos zu machen, was immer schwierig ist, wenn man den Inhalt des Abends im Kopf hat.
Genial war die Vorbereitung, weil wir uns viel Zeit nehmen konnten. Sabbe, Felix, Barbara, Nora und ich haben alle Elemente des Abends so ab 15:30 Uhr angefangen aufzubauen – wir waren übrigens nicht in dem Einkaufzentrum – wir konnten flexibler sein in der Wohnung und Selbstbeherrschung auf viele unterschiedliche Gebiete ausdehnen. Z.B. Alkohol, Sport, Trägheit vor dem Bildschirm, Kaufrausch usw. – es gibt nicht nur den Konsum, der Selbstbeherrschung erfordert.
Der Abend war lang, länger als geplant – gern hätte ich das Gedicht, das David (UPDATE: David mich erhört und das Gedicht online gestellt! DANKE David!)vorgetragen hat. Ich hoffe wir haben die Balance zwischen eigenem Begegnen mit Gott und dem Thema und den frontalen Elementen halten können. Ich versuche eine Abschlusszusammenfassung mit Bildern usw. als pdf zu schreiben. Aber schön war es, hat mir gut getan.
Vorbereitungen Freitag den 12.01. „Selbstbeherrschung“ Teil 3
Gestern Nachmittag haben Nora und ich uns noch einmal zusammen gesetzt und weiter vorbereitet. Was mich dabei fasziniert ist wieder einmal das Ding, dass Gedanken, die ich hatte sich verändern und Gestalt gewinnen durch das Gespräch. Heute der Gottesdienst trägt Spuren von einer ganzen Gruppe von Menschen – mittlerweile sprechen mich andere an und fragen, weil ich die wenigen, kleinen Dinge auf das Blog gepackt habe. Ich werde versuchen den Prozess des Aufbaus und den Gottesdienst selbst mit festzuhalten und ein paar Bilder zu machen.
Konkret haben wir gestern:
- ein Liste an Materialien zusammen gestellt (unter anderem mit SMS Anfragen an Leute, ob sie was mitbringen – das mache ich oft, direkt aus dem Gespräch heraus…)
- Ideen für interaktive Sachen ausgetauscht
- Über den Abschluss gesprochen und die Dinge, die zum Schluss nch einmal gebündelt werden sollen.
- Wie wir ehrlich und offen auch mit unserer eigenen Geschichte umgehen und auch als die Vorbereiter nicht „aussen vor“ bleiben.
Ich freue mich auf heute und bin gespannt. Darf ich darauf hoffen, dass ihr mitbetet, dass Gott heute viel Platz hat und gaz er selbst sein darf?




