Wir sind Helden – der Geek und die Bibel

Eigentlich nur kurz und nichts wirklich besonderes, aber auf der „Soundso“ befindet sich ein weiteres interessantes Lied: The Geek (shall inherit)

Was ist ein Geek? Auf der Kommentarspur sagt Judith, dass man mindestens fünf deutsche Worte machen muss, um „Geek“ zu beschreiben. Und tatsächlich sogar Wikipedia fällt das nicht leicht: eine brauchbare Definition:

„Eine Bezeichnung für eine Person, die sich bevorzugt und in gewisser Weise obsessiv mit Themen, Ansichten oder Kleidung auseinandersetzt, die abseits des Mainstreams liegen. Häufig findet die Bezeichnung Anwendung für eine hohe Intensität und Beständigkeit im jeweiligen Gegenstand oder der Tätigkeit des Interesses (vgl. Gothic, Cyberpunk usw.).“

Die Frau Holofernes singt:

„Bist du zu schlau, um nicht unangenehm aufzufallen
und nicht schön genug, um damit durchzukommen?
Weißt du genau, wie es ist, immer raus zu fallen
nur nicht weit genug, um woanders anzukommen?“

Und macht im Refrain den Geeks Mut – sie war laut ihrem Kommentar selbst ein „Geek“:

Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Sieh es ein: The Meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The Geek shall inherit the earth
“ (Copyright )
Dabei fallen die zwei direkten Bibelzitate auf „Die letzten sollen die Ersten sein“ und „The meek shall inherit the earth“ (die Sanftmütigen werden die Erde besitzen). Es sind nicht die Ersten, die die Lösung parat haben (wenn man das doch in der Schule schon verstehen würde). Mir ist nur aufgefallen, dass die Bibel immer noch Teil unserer Kultur ist und ihre Wahrheit noch für etwas steht. Immerhin sind wir ja auch Geeks. Abseits des Mainstreams. Mir fällt auf, dass ich gern mal mit der Band reden würde was die sich so bei den Texten denken. ich meine „Die Verletzen sollen die Ärzte sein“ das ist doch mal eine Hammerauslegung! Und Jesus hat auch von den Verletzen höher geredet als von den Gesunden. Irgendetwas denken die sich…

(Mein vorheriger Post zur Soundso)

Max Frisch, die Liebe und das Bildnis

Mirja gibt mir gerade das Tagebuch von Max Frisch(S. 26-27):

„Es ist bemerkenswert, daß wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, daß sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, daß jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und daß auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, daß wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solange wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alls Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfaßbar ist der Mensch, den man liebt –

Nur die Liebe erträgt ihn so. (…)

Unsere Meinung, daß wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind – nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muß es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft auf, weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfaßbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, daß unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. ‚Du bist nicht‘, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: ‚Wofür ich Dich gehalten habe.‘

Unf wofür hat man sich denn gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.“

Es ist schon spannend darüber nachzudenken, wie Liebe sich kein Bildnis macht, weil sie dem anderen grenzenlosen Raum lässt zu sein. Liebe erlebt den Moment als ewig und grenzenlos. Wir werden nicht fertig mit dem anderen, weil wir lieben. Da zu empfehle ich als Lesetipp noch: Liebe erfinden. Wegen den Dichtern und dem Greifen nach Bildern. Wie kann man nur denken den anderen  zu kennen? Kann denn das Meer ergründet werden? Ich bin jetzt 10 Jahre, 2 Monate und 19 Tage mit Mirja zusammen und immer noch bin ich dumm und um Antworten verlegen wenn ich sie beschreiben soll. Sie fehlt meinen Worten, sie ist ein Geheimnis.

Wir sind Helden und Max Frisch

Schon ein paar Tage nenne ich die neue Platte von „Wir sind Helden“ genannt „Soundso“ mein Eigen. Neben der guten Musik, die da aus dem Lautsprecher schallt findet Frau Holofernes (endlich aufgeklärt: Die Frau heißt eigentlich Judith Holfelder von der Tann) wieder Worte, die bewegen – und zwar nicht nur den Hintern, sondern auch die grauen Zellen.

Besonders fällt mir auf, dass es zwei Lieder gibt, die sich mit Max Frisch, zumindest dessen Gedanken und mindestens einem Buch von ihm „Stiller“ befassen: „Soundso“ und (oh Wunder!) „Stiller“ beides Lieder, in denen Identität, Wirklichkeit und Bilder in den Köpfen der Leuten eine Rolle spielen – Beispiel (So und so):

So und so warst du schon immer – Genau so, nur kleiner
Im Alter wird so was nur schlimmer – Genau so, nur alleiner
Wie gut, wenn man geliebt wird, wie man ist So und so, und so allein!
So wie du warst, so wie du bist Bist das du, musst du das sein?“

Menschen verändern sich und sich ein Bildnis von ihnen zu machen und dabei zu bleiben, beschreibt Max Frisch, sei wie das Häuten einer Schlange – man beschreibt den Moment der Person, aber das Ergebnis ist etwas totes. Die Person ist aber im Gegensatz dazu lebendig und verändert sich – unser Bild allerdings nicht mit. So und So – warst Du schon immer
„Aber nichts davon bestimmt dich, weißt du
nichts davon verglimmt nicht mit der Zeit
nur du bestimmt nicht, weißt du
nichts davon ist wirklich
nichts davon
“ (Quelle und Copyright by „Wir sind Helden“)

Die Frau Holofernes macht Mut sich nicht von dem Bild bestimmen zu lassen, dass die Leute von einem zeichnen. Allerdings fehlt sie selbst den Worten in „Stiller“ (geile Formulierung, oder?):

Ich versuche mir die Welt zu erklären
Als ob zwischen Punkten Linien wären
Als ob die Worte mir die Welt in Streifen teilten
Ich greife nur und kann nicht begreifen

Was nützten mir meine Hände
Wenn das was sie berührten verschwände
So wie die Dinge wenn die Worte sie finden
Verstummen und sich schweigend entwinden

Ich bin nicht stiller
nur die Worte fehlen
Ich bin nicht stiller
nur die Worte verfehlen ihr Ziel
Ich bin nicht stiller
Ich will so gerne schweigen
und still, viel stiller
auf alles nur zeigen und still
still und schillernd
zeigte sich mir
“ (Quelle und Copyright by „Wir sind Helden“)
„Ich bin nicht Stiller“ ist ein direktes Zitat von Frischs „Stiller“ – in diesem Buch geht es um die Unfähigkeit sich auszudrücken. „Ich fehle den Worten“ es ist, genau, das legendäre Buch in dem eine halbe Seite leer ist, weil, naja, weil die Worte fehlen, um das auszudrücken, was Stiller sagen will. Also stelle ich einfach mal so fest, dass die liebe Frau Holofernes Max Frisch kennt und seine Gedanken sehr fein in Lieder umgesetzt hat. Ich wünschte mir sehr, dass es mehr Lieder gäbe, über die man nachdenken kann…gut gemacht, Judith! Und danke für die geniale Beschreibung von Leben in unserer Zeit:
„Ich versuche mir die Welt zu erklären
Als ob zwischen Punkten Linien wären
Als ob die Worte mir die Welt in Streifen teilten
Ich greife nur und kann nicht begreifen

Machst Du Dir Bilder von anderen, dass sie „so und so“ sind? Ist es vielleicht an der Zeit darüber nachzudenken, dass Menschen sich verändern und dein Bild nicht mehr passt, vielleicht noch nie gepasst hat? Und:

Wie zum Geier kann man Worte finden, die wirklich Bedeutung haben?

Links: Musik der Helden zum Anhören, Das geniale Video von „Soundso“

Kaffeemaschine

WMF 1 KaffeemaschineHübsch. Teuer. Aber die Firmen schaffen es immer wieder neue Produkte rauszubringen, die Nischen finden – in dem Fall WMF in Kooperation mit „Design Affairs„.

Sieht einfach gut aus und kommt in vier Farben. An irgendwas erinnert mich das…

Ich mag Design einfach und darum stelle ich diese Maschine vor. Sie ist bestimmt unpraktisch (es passen bestimmt nur Tassen von WMF, sie hat nur einen Wassertank für 1 Tasse), überteuert (129 Euro), aber klein (Vorteil für kleine Singlewohnungen) und halt stylisch, finde ich. Darum werden Leute sie kaufen – sie funktioniert übrigens mit handelsüblichen Pads. Zumindest da hat man dann die Wahl und kann auch Fair gehandelten Kaffee einfüllen oder gleich als Pad kaufen.

Ein Wort zum Wochenende…

…allerdings zum letzten Wochenende. Da waren wir als Mitarbeiter der Wohnung in Liedolsheim uns hatten eine Mitarbeiterfreizeit. Warum Mitarbeiterfreizeit? Weil wir mittlerweile 12 Personen geworden sind. Das ist ein Grund zum Feiern, aber auch Grund darüber nachzudenken wer was macht, wie wir als Mitarbeiter weiter gehen und wer wie wir uns fühlen, so als Mitarbeiter. Es gab allerlei Ergebnisse – dynamische Strukturen, flexible Organigramme und dabei immer wieder Gelächter, Tränen und viel Herz. Ich kann Zeit zusammen nur empfehlen.

Ein konkretes Ergebnis ist die Aufteilung von Leuten auf die unterschiedlichen Bereiche der Wohnung und der Ruf nach einer transparenten Kommunikationsstruktur, die mit wenig Aufwand von allen benutzbar und einsehbar ist (wer will das nicht?). Vermutlich werde ich dazu noch mehr schreiben. Immerhin gibt es ein paar Leute, die wissen wollen was „WohnSinn“ ist oder noch werden wird… hihihihihi…

Was ist eigentlich „Evangelium“

Habe über Simon de Vries den Post von Scot McKnight gelesen, der sich damit beschäftigt, dass ein eng geführtes Evangelium (siehe unten) konkrete Auswirkungen auf das Leben in der Nachfolge (mein Verständnis von „Spiritual Formation“) hat. Aber zuerst die Definition von Evangelium, wie sie Scot vorfindet und als zu eng bewertet(ich bediene mich der Übersetzung von Simon – Danke Simon!):

Gott liebt dich und hat einen wunderbaren Plan für dein Leben. Das Problem ist aber, dass du ein Sünder bist. Gott kann keine Sünder in seine Gegenwart lassen. Jesus ist für dich gestorben, um das Sünden-Problem aus der Welt zu schaffen. Wenn du Christus glaubst, kannst du in Gottes Gegenwart eingelassen werden.

Ich muss zugeben, dass dieses Verständnis von „Evangelium“ bei mir einige Glocken klingeln lässt – ich zumindest bin noch aus einer Generation Christen, denen man die „Vier geistlichen Gesetze“ in die Hand gedrückt hat. Ich mag deren Wortlaut jetzt hier nicht Original zitieren, aber man kann davon sprechen, dass die enge Definition von Scot auf das in den vier geistlichen Gesetzen präsentierte Evangelium abzielt. Schon während des Studiums haben wir in einem Missiologie Kurs uns Gedanken gemacht, die in die Richtung von dem gehen, was Scot vorstellt. Persönliches Heil = völlig individualisierter Glaube. Das ist zwar ganz nett für den einzelnen, lässt aber die anderen Dimensionen (Die Beziehung zu Selbst, dem Anderen und der Welt – McKnight liest Mt. 22, 34-40 hier völlig richtig und erweitert logisch mit Mt 28, 18-20) fast völlig ausser Acht. Interessant ist die Diskussion zwischen einigen Leuten bei Simon zu lesen – was ist ein „evangelikales Evangelium“?

Genau das ist meine persönliche Frage an Euch: Wie habt ihr „das Evangelium“, die „gute Botschaft Gottes“ kennen gelernt? Ich fange mal an:

Zusätzlich zu der Definition von oben (man hat mir tatsächlich ein kleines grünes Heft mit den 4 geistlichen Gesetzen in die Hand gedrückt) war es Jesus als Freund, der mir alles verzeiht, der meine Anfangsjahre geprägt hat. Das war so eine Art Kuschelweich-harmlos-seid-alle-nett-zueinander Jesus, der die Temelreinigung mit einem Strick aus Watte durchgeführt hat. Der heilige Geist kam nicht vor, Gott Vater war stark entrückt.

Mich würde interessieren, wie das bei Euch war und ist, denn ich bin mir sicher, dass „das Evangelium“ in den USA anders verstanden wird als bei uns. Wo sind da unsere Wurzeln? Und was hat das letztlich für Auswirkungen, denn ich glaube das hat es…

Windige Sache…

Flatulist. Praktizierender Flatulist. Unglaublich. Da liest man im „Unnützen Wissen“ der neuen NEON Ausgabe den Namen „Pujol“ und schaut mal im Internet nach, ob es stimmt, dass ein Mann um die Jahrhundertwende letzten Jahrhunderts sein Geld mit Furzen verdient hat.

Ja, richtig gelesen. Furzen. Der Herr Pujol konnte Kerzen auspusten, Blasinstrumente spielen – skeptisch hier ein Auszug aus dem Wiki Artikel:

„Bereits in seiner Jugend entdeckte Pujol sein Talent, durch Kontrolle seines Darmschließmuskels Luft anzusaugen, in Form geruchsfreier Darmgeräusche wieder auszustoßen und dabei die Tonhöhe zu modulieren, wobei er später bei seinen Bühnenauftritten auch einen Schlauch einsetzte oder Blasinstrumente mit dem Hintern spielte. Sein erstaunliches Repertoire umfasste populäre Melodien wie das Kinderlied „Au clair de la lune“ oder „Le bon roi Dagobert“, die Imitation von Musikinstrumenten wie der Tuba bis hin zu einer eigenen Improvisation über die Geräuschkulisse des Erdbebens in San Francisco von 1906.“ (Quelle: Wikipedia).

Das wäre ja noch zu glauben, aber – tatatataaaaaa – Mr. Methane ist da. Mr. Methane setzt sich ein wenig mehr in Szene (ich bitte Euch – Schwanensee gefurzt!), aber Weihnachtsalieder – das überschreitet die Grenzen des guten Geschmacks. Immer noch skeptisch – es gibt ein Video:

mrmethanedvd.jpg

Ich bin fassungslos. Lache aber immer noch.

Selbstgefällig?

David hat schon ein paar Tage ein nachdenkenswertes Gedicht – wie immer gebe ich nur den Anfang – fertiglesen müsst ihr schon bei ihm:

Die Gesellschaft wird von der Schönheit bestimmt.
Wer traut sich schon noch, hinauszugehen
ohne dabei „perfekt“ auszusehen?
Perfekt wie jene, die die großen Idole sind.

Wir sind auf nichts als das Aussehen getrimmt,
sollen den Spiegel um Gnade anflehen,
uns unsere Hässlichkeit eingestehen –
wir bleiben für die eigene Schönheit blind.

(…weiter auf Undichtbar)

Bjork singt mal über „This thing called beauty“ und setzt sich selbst so wunderbar anders und ganz eigen in Szene. Wirkliche Schönheit vs. äußerliche Schönheit. „Es gibt keine hübschen oder häßlichen Menschen, nur geliebte und ungeliebte“ (habe ich mal gehört, weiß aber nicht von wem dieses Zitat stammt…)

Schuhe…

Während einige sich über die Klimaeinlenkung der USA freuen gibt eine flämische Zeitung scheinbar Zahlen, zumindest aber Vergleichsgrößen zum Engagement der einzelnen Nationen in der Entwicklungshilfe preis.

Ich finde es seltsam, dass zwar die Meldung der „Het Nieuwsblad“ mehrfach im Netz auftaucht, aber nirgends der ganze Artikel – die Lage ist folgendermassen (wörtlich nach der „Süddeutschen“ zitiert): „Deutsche Frauen geben mehr für Schuhe aus als ihre Regierung für Entwicklungshilfe“ (Quelle). Yahoo gibt als Quelle dpa an – da wird’s wohl stimmen. Es ist natürlich jetzt leicht auf den Schuhtick vieler Frauen abzufahren – ob man wie bei den Kanadiern den Bierkonsum auch als Vergleichsgröße hätte nehmen können?

Nun ja, in Ermangelung konkreter Zahlen ist das irgendwie müßig. Wieviel Geld geben deutsche Frauen für Schuhe aus? Wie groß müsste die Entwicklungshilfe Deutschlands sein, damit sie im Vergleich zu irgendeinem Luxusartikel Absatz gut dasteht? Und die Frage aller Fragen – wie soll ein Sozialstaat ohne soziale Menschen Massen an Geld für soziale Projekte ausgeben? Letztlich liegt doch alles an meiner Entscheidung Geld zu geben von meinem Luxus, fair gehandelte Produkte einzukaufen statt armutsfördernden Billigimportgütern. Irgendwie habe ich an den Staat nicht wirklich die Erwartung da drastisch Gutes zu tun – er ist doch nur ein Spiegelbild der Menschen, die in ihm leben.

Was denkst Du?

Wieder zurück

da sind wir wieder zurück – ein kurzer Rückblick auf unsere Zeit in Bienenbüttel:

1. Zwischenstop bei Rudi (eigentlich Ruth) und Beni – die beiden sind eigentlich im Land weit, weit weg, aber zur Geburt ihrer Tochter Emily für kurze Zeit hier in Deutschland gewesen. Was für eine Wohltat sie zu sehen, fast so als ob man Leben teilt. Ich spreche nicht mehr, aber dieses Bild drückt für mich aus, was ich mit den beiden gefühlt habe:

Rudi und Mirja gemeinsam auf dem Weg

Obwohl wir räumlich getrennt sind, befinden wir uns auf dem gleichen Weg und laufen nebeneinander. Ein Geschenk. More than words…
2. Oma riecht an MinzeUrOma’s Geburtstag – der paarundachzigste. Sie war nach 2 1/2 Jahren im Heim wieder mal bei sich zuhause. Ein Fest und 4 Urenkel konnten dabei sein. Hatten gute Gespräche mit Olli und Andrea Krebs, die Teil der Elia-Gemeinschaft in Erlangen sind. Sehr interessant und bewegend, was wir da für Gedanken gehört haben. Mein Lieblingsbild von Uroma habe ich hier – sie bekommt frische Minze vor die Nase gehalten – früher hatte sie die getrocknet und im Winter Tee davon gekocht. Wundervolle Erinnerungen kommen zurück…

3. Hamburg mit Schwager Marcus und besonderem Geschenk: Till, Kai und Reni – veregneter Tag, aber gute Zeit. Einkaufen bei Mirja’s Lieblingsladen (prayed) und Entdecken des „Lilestore“ – Kindermode – dabei habe ich dieses Bild gemacht:Lilestore Gottes Segen
„An Gottes Segen ist alles gelegen“ – wie wahr…

es gab noch einiges mehr und das hat mit Geschenken zu tun. Aber das müssen wir dann ein anderes Mal erzählen…