Gefunden bei Pastorbuddy: 10 Dinge, die Kirche vom Web 2.0 lernen kann

Ich finde den Ansatz gut. Und die Gedanken auf Simon de Vries Zweitblog „Pastorbuddy“ nachdenkenswert. Ein Kostprobe? Bestimmt gern und mit Einverständnis von Simon, denke ich…

„|2| Beteiligung aller

Im Web 2.0 wird die Rollenverteilung der Beteiligten unschärfer. Konsumenten werden zu Beitragenden, Leser zu Mitgestaltern. Während es in der Vergangenheit nur Freaks mit Spezialkenntnissen möglich war, Web-Inhalte zu veröffentlichen, kann heute jeder Dummi innerhalb von 5 Minuten einen Blog aufmachen (so in meinem Fall). Dies bedeutet nicht, dass Programmierer keinen Platz mehr haben, aber sie sind nicht mehr die Einzigen, die sich zu Wort melden. In der Kirche brauchen wir auch weiterhin Theologen – ihre Aufgabe besteht aber in Zukunft weniger darin, Inhalte zu produzieren, die vom Volk konsumiert werden, sondern vielmehr die Infrastruktur zu bauen, innerhalb derer sich dann alle anderen zu Wort melden können. Die Spezialisten sind wichtiger denn je, aber ihre Aufgabe ist die eines Dieners zur Freisetzung der kreativen Energie aller anderen. “ (Quelle)
Interesse gefunden?  hier alle 10 Dinge lesen.

Zeit oder Urlaub oder was?

Das neue Lebensgefühl mit Kind erstreckt sich wirklich auf alle Lebensbereiche. So wird der Zustand „Urlaub“ durch unsere Emilia anders gefüllt als bisher. Eigentlich bedeutet er im Moment soviel wie: „Zeit miteinander verbringen“ – mehr Schlaf oder weniger zu tun gibt es eigentlich nicht. Wollen wir doch mal Revue passieren lassen:

Freitag Abend war ich noch mit den @homern am Epplesee und trotz dem Vorsatz vor 22:00 Uhr nach Hause zu kommen war es dann doch eher 23:00 Uhr.

Samstag Autobahn, Zwischenstopp bei meinen Eltern, der kürzer ausfiel als erhofft: Unsere Tochter wurde müde und wir witterten die Gelegenheit auf ein wenig brüllfreie Fahrt. Das hat auch bis fast Kassel geklappt…

Sonntag: Brei kochen, in Eiswürfelbehältern (Guter Tipp um kleine Portionen zu bekomen) einfrieren, dann Raubtierfütterung. Raubtier hat wenig Hunger, aber spielen geht prima mit dem Brei (siehe Foto)Emilia Karottenbrei Danach noch bei der Verabschiedung von Michael und Julia – die beiden gehen mit Robin ihrem Sohn nach Beröa, um dort die Ausbildung zu machen. Tolle Leute und eine interessante Wiederkehr in die Vergangenheit: Die Freie Christengemeinde „Kraftstrom“ Uelzen. (Mirjas alte Gemeinde und auch für kurze Zeit die meine – so 1996-97)

Montag: Ein tiefschlafendes Kind. Hatte ich schon erwähnt, dass man sich als Eltern Gedanken macht, wenn das Kind zu wenig oder zu viel schläft? Aber ehrlich gesagt: Man kann es auch geniessen – 9:30-12:00 – pünktlich zum Brei aufgewacht. Und ich hatte ein langes Telefonat mit einem Freund. Fein so was. Später hab ich mal ein paar Gedanken aufgeschrieben, hoffe das wird mal zu einem etwas längeren Post.

Tja und heute, Dienstag,  haben wir alle wenig Schlaf. Ich frage mich mit den Helden – was ist Arbeit? Das ich eine Ode an die Arbeit komponieren könnte, glaub ich nicht, aber ich werde mal lesen, was David zu den Helden geschrieben hat und versuchen sein letztes Gedicht zu verstehen. Erwachsen werden oder so…
Ups – sein Vorletztes…der Junge schreibt zuviel…nur Spaß, David. Liebe Grüße aus Bienenbüttel und: Zeit verbringen mit meiner Familie ist einfach wunderbar, trotz wenig Schlaf…

Persönlichkeiten, Vertrauen und Emergenz in der Wohnung

Gestern haben wir den Persönlichkeitstest, den ich verlinkt habe in der Kleingruppe gemacht. Es waren recht viele Leute und darum etwas unruhig. Mein Hauptgedanke war diesmal von einer anderen Richtung als „Gaben“ zu kommen und darüber zu reden, das wir als unterschiedliche Persönlichkeiten zusammengestellt sind.

Ich musste feststellen und interpretiere es schlicht so, dass wir als Leute, die da gestern zusammen waren (wir waren so 16 Leute) uns schon einigermassen kennen und einschätzen können. (Toll war dabei auch, dass ein paar sich was zu essen gemacht haben, Emilia und Mirja ganz natürlich dabei waren und sich das alles wieder sehr nach Leben angefühlt hat…) Ob das positiv oder negativ ist („alle Not kommt vom Vergleichen„) vermag ich nicht letztlich zu klären, aber ich glaube, dass das Thema „Einheit in Unterschiedlichkeit“ eines ist, dass wir schon lange und gründlich behandelt haben.

Wir brauchen das vermutlich längere Zeit nicht mehr, es sei denn unter der Überschrift „Konflikte in der Gemeinschaft“ die Entstehen schnell, wenn man die Wertschätzung für die Unterschiedlichkeit des anderen verliert. Manchmal kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob wir in der Wohnung einen gemeinsamen Traum leben oder ob wir noch längst nicht da angekommen sind, wo wir hinwollten, beides hoffentlich.

Zurück ist die Vision etwas zu ändern, zu vergrößern, nein zu verbreitern, denke ich. Vieles entsteht im Moment – Emergenz (langer, komplexer, aber guter Artikel in der Standford Encyclopedia of philosophy) ist dabei ein Wort, dass vieles von den Prozessen beschreibt, die gerade am laufen sind. Und so ist nicht vorhersagbar, was genau geschehen wird, aber zusammen sind wir mehr als die Summe unserer Einzelteile.

Ich hoffe wir lernen die Lektion, dass nicht immer alle beteiligt sein müssen und können, dass die Gaben und Fähigkeiten der einzelnen Persönlichkeiten nicht immer alle gefordert sind, sondern öfter auch nur die von einigen wenigen. Trotzdem haben wir durch die Gemeinschaft Anteil an dem was den anderen an Gaben anvertraut ist. Ich bin sehr stolz und glücklich über das was andere können und ich nicht. Und was andere tun, wenn ich nicht dabei bin. Interessant, oder, dass das Wort „Vertrauen“ immer öfter auftaucht? Haben wir Vertrauen zueinander? Vertraust Du der Gemeinschaft von der Du ein Teil bist, auch wenn die anderen so erschreckend anders sind und Dinge anders sehen? Eine praktische Auswirkung davon ist loslassen, aufhören kontrollieren zu wollen und vertrauen. Wann hast Du das das letzte Mal getan?

Toskana – Freizeit 2007

Nachdem wir letztes Jahr mit der Narbonne Freizeit (Davids Bericht) gut vorgelegt haben ist es schwer eine Nachfolgefreizeit zu machen. Wir haben uns in der Planung eine kleine Freizeit vorgestellt, dass sie so klein werden würde (bis jetzt 9 Teilnehmer, 4 Mitarbeiter) hatten wir nicht gedacht (wir haben noch Platz für 2 Leute!).

Es wird also anders. Die Toskana wartet auf uns mit all ihren Schätzen – Meer, Strand, Kunst, Kultur, Gottesbegegnungen. Wir werden diesmal individueller sein, es kann sein, dass ihr Stimmen hören werdet auf dieser Freizeit. Stimmen? Stimmen! Ein paar Geheimnisse muss man dann auch bewahren.

Was mich besonders freut ist, dass wir alle über 16 Jahre sein werden, denn was wäre eine Freizeit in der Toskana ohne Toskanischen Rotwein? Mit allen Sinnen geniessen – Dolce Vita – wunderschönes Leben – ist unser Motto.  Du darfst gespannt sein. Hier gibt es den Toskana Einladungsflyer zum Download.

Colossus MC gewinnt HipHop Battle auf dem Fest

Wieder ein Gebiet auf dem ich mich nicht auskenne. Aber ich mache gern Freunde bekannt:

David Ratzel aka Colossus MC gewinnt den Battle auf dem Fest. Weil das ja keine kleine Veranstaltung ist, dachte ich mir, dass es wirklich erwähnenswert ist. Man kann sogar unter Miccheck.de ein Video davon anschauen (rechts in der Leiste). Miccheck wiederum ist ein kleines Karlsruher Label, dessen Tonträger sich auch meiner Bewertungsfähigkeit entziehen (den Covern nach zu urteilen würde ich mir keinen der angebotenen Tonträger kaufen). Sei es drum. David gibt es natürlich auch sonst virtuell: www.myspace.com/colossusmc und unter www.kellerloch.de.

Abendmahl

Was ist, wenn Leute zusammen sitzen und reden. Darüber ob Jesus real ist oder nur erträumt. Was ist, wenn Jesus irgendwie da ist, irgendwie nah und irgendwie real.

Und dann legt man ein Brot in die Mitte. Und liest einen Text, vielleicht Matthäus 25. Das Gespräch wird ernster, man wird getrennt bei diesem Jesus. Was ich tue hat Auswirkungen? Dann doch der Ausweg aus der Sackgasse. Welche Rolle spielt eigentlich der Glaube? Muss ich glauben und was ist Glaube wert? Fragen, nicht beantwortet aber ausgesprochen. Liebe handelt selbstlos? Ehrlich? Plötzlich: Ganz viel Wirklichkeit, ganz viel Wahrheit, ganz viel Ehrlichkeit

Dann öffnet der Korkenzieher eine Flasche Wein und wir giessen ein, voll, überlaufend, überfliessend. Wir sprechen uns zu, dass Jesus wirklich da ist. Dass er wirklich für uns gekommen ist, wirklich für unsere Beziehung zu Gott starb. Die Worte werden Realität, mehr fliesst als nur Wein (und auch der Traubensaft) – wir beten. Kostbarer Abend. Kostbare Wirklichkeit. Jesus ist.

Das Bild ist danach entstanden. Abendmahl danach

Herbert Marcuse

hat doch auch mal richtige Sachen gesagt. (als würde ich so etwas beurteilen können) – interessant fand ich das Zitat trotzdem:

„Wer nicht mehr will, als er kann, bleibt unter seinem Können.”
Herbert Marcuse (1898-1979)

Für mich als Mensch der immer mehr will, als er kann ist das Mutmachend. Und herausfordernd.

„Fixierung auf Evolutionstheorie hat etwas Totalitäres“

Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) möchte den Biologie Unterricht an den Schulen reformieren – ein Unterricht, „in dem auch die Grenzen naturwissenschaftlich gesicherte Erkenntnis sowie Fragen nach dem Sinn des Seins und der Existenz von Welt und Menschen eine Rolle spielen sollten.“ (Quelle: Tagesschau)

Sie grenzt sich zwar scharf von der engen Lehre der Kreationisten ab, aber ist immerhin für eine meiner Meinung nach längst nötigen Dialog zwischen Naturwissenschaft und Glaube. Sie bekommt Unterstützung von Bischoff Mixa:
Der Augsburger Bischof Walter Mixa sagte in der „Leipziger Volkszeitung“, dieses Anliegen werde „der Notwendigkeit gerecht, eine Dimension des Denkens und der Vernunft wieder zurückzugewinnen, die wir in den letzten Jahrzehnten verloren haben“. In der Schulpraxis sei bisher eine „Fixierung auf die Evolutionstheorie“ üblich. Sich so allein auf eine Erklärung festzulegen, „hat etwas Totalitäres und ist auch und gerade aus der Sicht der Wissenschaft unvernünftig„, meinte Mixa. (Quelle: Tagesschau)

Er hat dabei einen interessanten und wahren Satz geprägt:

Seiner Meinung nach gibt es „Einsichten und Wahrheiten über den Menschen, die man nicht mit dem Spaten ausgraben kann„.(Quelle: Tagesschau)

Und das gehört zu einem Unterricht dazu, der wieder stärker vernetzt denkt. Erst vor wenigen Tagen habe ich per SMS Fragen zu Evolution und Schöpfung bekommen und ich fände er sehr schön, wenn die Schulen das Thema auf breiterer Basis wieder aufnehmen würden. Dann wäre zumindest eine Diskussion möglich und nicht die von Mixa angeprangerte „Fixierung auf Evolutionstheorie“, die „etwas Totalitäres“ an sich hat. Ich würde sogar so weit gehen und von einem „biologisch-naturwissenschaftlichen Fundamentalismus“ sprechen, der an Schulen und Universitäten zuhause ist und sich ähnlich wie sein Gegenüber, der religiöse Fundamentalismus auf keine Diskussionen einlässt.
Du kannst übrigens Deine Meinung zu dieser Sache auf der Tagesschauseite in einer Umfrage kundtun. Hier geht es zur Umfrage.

The return of the vision knights

Wir haben wieder eine Vision

eine Hoffnung

einen Traum.

Vor uns liegt eine spannende Zeit

mit unerfüllten Wünschen

glühenden Gebeten

unmöglichen Forderungen

In uns wohnt wieder ein spannendes Gefühl

zwischen jetzt und noch nicht

mit feurigen Debatten

Das-geht-so-nicht Herausforderungen

Uns bewegt von neuem eine spannende Vision

unsichtbares zu sehen

mit leuchtenden Augen

Gottes Welt zu entdecken

Wir haben wieder eine Vision

eine Hoffnung

einen Traum.

Was es ist? Hebräerbrief 10, 36