Freiheit

„Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen, sondern dient einander in Liebe. Denn das ganze Gesetz ist in einem einzigen Wort zusammengefasst, in dem Gebot: „Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst.“ Wenn ihr jedoch ´wie wilde Tiere aufeinander losgeht,` einander beißt und zerfleischt, dann passt nur auf! Sonst werdet ihr am Ende noch einer vom anderen aufgefressen. “ Der Brief von Paulus an die Galater Kapitel 5

Darüber bin ich gerade gestolpert, als ich die Vorbereitungen für die Alphaeinheit für heute morgen zusammengestellt habe. In der neuen Genfer Übersetzung hat mich diese Textstelle berührt, weil eben die persönliche Freiheit tatsächlich von mir und anderen häufig als Vorwand benutzt wird, um die Wünsche unserer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen. Ich stelle fest, dass ich daran hier wieder den Kampf aufnehmen sollte mit mir selbst und anderen Mut machen das ebenso zu tun. Und Erfahrungen damit, dass Leute wie Tiere aufeinander losgehen haben wir alle – die Frage ich auch darin, ob man selbst Tier ist oder eher liebevoller Diskussionspartner – denn einig sind wir uns darin, dass wir unterschiedlicher Meinung sein können. Gleich geht es um diese und andere Stellen auf unserer Alpha WG

ASBO Mund tut Wahrheit kund…

Ich mag ASBO und lache immer wieder. Zu ernst sollte man ihn nicht nehmen, aber dieses Bild ist wirklich nett:

knickers

(Copyright by ASBO Jesus)

Wieder einmal ist ein Anbetungsleiter im Fokus seines Interesses – die Sprechblase übersetzt: „Sie lieben es, wenn ich diese seichten, romantischen Nummern spiele.“ die Stimmen aus dem Publikum sagen: „Seine Musik berührt mich wirklich!“ „Mmmmm….ich fühle es.

Natürlich gibt es viele Männer, die mit Musik etwas anfangen können und trotzdem entspricht es auch meiner Beobachtung und Erfahrung, dass die Damen den emotionalen Wirkungen von Musik etwas mehr zugänglich sind. Eine nette Erinnerung daran, dass wir Christen gern einen Starkult um Prediger und Anbetungsleiter aufbauen und gern solche Veranstaltungen wie „Lobpreiskonzerte“ (ein seltsames Wort, findet ihr nicht?) besuchen, auch wenn in Wirklichkeit keine Unterwäsche fliegt…

Heute morgen…

gibt es zu viele Gedanken in meinem Kopf als das ich sie wirklich ordnen könnte. Ein paar Auszüge:

  • Ich schaue mich nach einem Fotohandy um und dieses scheint sehr nett zu sein: SE C905
  • Ich müsste das Skript für die Römerbriefvorlesung nochmals deutlich überarbeiten und meine Handschriftlichen Notizen einarbeiten (ca. 20 Stunden Arbeit, je nach Konzentrationsgrad = Nie)
  • Mir hat das Video, das Daniel verlinkt hat sehr gut gefallen, weil es viel von der Wirklichkeit wiedergibt, in die ich immer mehr hineinfinde (oder die mich mit hinein nimmt): Hier.
  • Die Kinderferienspiele 2008 im Waldheim fangen bald an und es fehlen noch gefühlte 1000 Groß- und Kleinigkeiten – vermutlich sind es in Wirklichkeit eher 2000…
  • Ich brauche neue Socken
  • Gleich treffen wir Mark Berry und ein paar andere Leute von CMS – das wird bestimmt sehr nett.
  • Darum muss ich auch jetzt sofort los…

Bekenntnis und Vergebung

An diesem Wochenende haben wir zusammen einen kurzen Gottesdienst gefeiert am Sonntag Morgen, den ich besonders fand. Dabei war seit langem einmal wieder eine Stille, in der man seine schuld vor Gott bringen konnte und eine Zusage über die Vergebung, die darauf folgt.

Es ist eigentlich ein einfacher Teil einer alten Liturgie, aber wie wichtig und auch wie wirksam ist es zu Bekennen. Ich werde in letzter Zeit häufiger mal darauf angesprochen, dass ich in der Wahrnehmung anderer „mich fertig mache“ – ich empfinde es eher so, dass ich lerne darüber zu reden, was ich als Fehler und Schuld in meinem Leben identifiziere. Es ist nicht immer leicht das beim Namen zu nennen, aber wie heilsam ist es offen darüber reden zu können, was auch nicht gut läuft. Vielleicht ist meine Selbstwahrnehmung zu kritisch, dass kann sein, aber wie gut tut es nicht sich immer nur ins beste Licht rücken zu müssen, sondern auch sagen zu können was schwer fällt, was ich auch einfach nicht schaffe oder nicht kann. Ich beobachte in viele Gemeinden, dass der Teil „Bekennen“ und dem Zusprechen der Vergebung fehlt, ob bewusst oder unbewusst. Ich glaube das die Gemeinden in Deutschland gut daran täten wieder neu diesen Bereich in den Blick zu bekommen…was denkst Du?

Ferienspiele Vorbereitungswochenende

Etwas spät komme ich doch noch dazu ein paar Zeilen über das Vorbereitungswochenende zu schreiben. In diesem Jahr sind es drei Wochen Ferienspiele am Stück, insgesamt ca. 200 Kinder (die drei Wochen zusammen gerechnet) und 37 Mitarbeiter (ebenfalls zusammen gerechnet). Da sitzt man zusammen mit Jugendlichen, die 13 Jahre alt sind, welchen, die grad ihr Abitur gemacht haben und alles zwischen drin.

Es fällt mir in diesem Jahr schwerer den Überblick zu behalten und da kommen die Älteren ins Spiel – es sind einige dabei, die schon öfter diese Kinderfreizeit mit mir zusammen durchgeführt haben und wissen worauf es ankommt – und die übernehmen ganz selbstverständlich Verantwortung stecken viel Herzblut in diese Sache. Und zum Vorschein kommt das Beste in vielen dieser Leute. Liebe, Sorgfalt, Gemeinschaftsgefühl, Arbeitsteilung, natürliche Leitungsbegabung, unglaublicher Einsatz (gestern habe ich mit bekommen, wie einer für die T-Shirts mit unserem Logo und den Namen drauf Stunden und Tage investiert hat). Daneben gibt es Gespräche, die weit über Small Talk hinaus gehen, wir öffnen uns und lernen mit Fehlern und Schuld um zu gehen. Ich fühle mich geehrt Teil dieses Haufens zu sein, der dieses Jahr etwas großes gemeinsam auf die Beine stellt. Natürlich gab es auch Krisensitzung und Ermahnung, natürlich flossen Tränen und es gab einiges zu klären – aber wo gibt es das nicht? Wir lernen auch gemeinsam und da gehört es dazu auch Fehler zu machen. Gebe es Gott, dass wir genug Kraft haben in den letzten Wochen vorher und auch während der Ferienspiele – ein wenig Angst habe ich schon, aber zugleich empfinde ich Stolz und Freude über diese Truppe.

Hope and love in 140 characters

Hab ich grad bei Vaux gefunden und hat mir gefallen – für alle die unter Euch, die immer noch denken, Twitter ist nur um anderen zu sagen, dass man auf’s Klo geht und wann man Kaffee trinkt…

Twitter followers

“There is an African saying that says it is through other people that we become people.

By tapping into and supporting the passions and drivers of a swirling, ever-changing network of people, I am made better. I am made stronger, smarter, and deeper, and more together in a way that I could not be, on my own.

Twitter helps us become more human, in a time when it is more important than ever before to see us as connected on this Earth, not separate; linked together, not divided; to see ourselves as elements of a whole that is greater than any, and all, of the individual parts.

Twitter is about hope and love, although the casual observer might miss that completely.”

My Twitter Story: Why I Use Twitter by Stowe Boyd

[From Hope and love in 140 characters]

Eine neuer ASBO Jesus: Frauen und Männer

Treffer. Oder?

Übersetzung Tafel: Das durchschnittlich-menschliche Gehirn – links Mann, rechts Frau (Trivia heißt soviel wie ‚Wissenswerte Kleinigkeiten‚)

Übersetzung Professor:

„Wür können hier auf diesär unglaublisch wissenschafftlichen Seichnung sähr deutlisch sähen, dass wäder die Frau noch der Männ an sich bässer geeignet ist, um DER Leitär zu sein. Ich leitä davon ab, dass wänn die Kürche wünscht in düsem Jahrtausend weiter zu bästehen der äinzige Wäg vorwärts in Gnadä und Demut gegenüber dem anderen bestäht. Professor Hans Heinz ASBO Universität“

[Quelle: ASBO Jesus 506]

Licht ins Gebet bringen…

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Wir haben in unserem Kurzurlaub über Pfingsten in Bamberg Lichtmeditationen und Gebete in Verbindung mit Kerzen im Dom in Bamberg gesehen. Ich muss gestehen, dass ich immer gedacht habe: Gebetskerzen – das ist doch eine komische Sache – man zündet das Licht an und „es betet für mich weiter“ – diese Texte, die da auslagen haben mich eines besseren belehrt.

Herr, ich kann jetzt nicht richtig beten und ich habe nicht viel Zeit. Ich lasse dieses Licht hier als Hoffnung, dass Du bei mir bist, was immer ich tue. Und als meine Bitte für all die Menschen, die mir wichtig sind und um die ich mich sorge. Hilf mir, mein Gebet auch im Getriebe des Tages nicht völlig zu vergessen. Amen.

So gesehen kann das Kerzen anzünden eine gute, wichtige Sache sein. Ein zweiter Text:

Herr, ich habe diese Kerze angezündet. Vielleicht brauchst du sie nicht, aber mir tut es gut. Ich lasse sie stehen vor dir, wenn ich jetzt gehe. Mit ihr lasse ich hier meine Freude und meinen Dank, meine Angst und meine Sehnsucht. Ich stelle vor dich die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Mag dein Segen sie alle umhüllen, sie und mich.

Das Licht der Kerze ist für mich ein Zeichen deiner Liebe, die du uns in Jesus gezeigt hast. Amen.“

Ich fand es schön. Und wichtig, dass man Symbole zurück gewinnt – an denen sind wir arm geworden. Leider.

Die Axel Springer AG stellt auf Apple um

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Es ist schon ein paar Tage her, aber immer noch wissenswert: „Die Axel Springer AG wird ab sofort sämtliche Computer auf Apple umstellen“ – so sagt es Dr. Mathias Döpfner in einem Firmenvideo an alle Mitarbeiter. Europaweit wird Springer damit zum größten Applefirmenkunden und weltweit zum zweitgrößten (nach Google) – der Chef führt eine Reihe von Gründen an, die man sich anhören darf. Ein Zitat aus der offiziellen Presseerklärung:

„Apple steht für Kreativität, Innovation, Ästhetik und Kompetenz und ist damit der ideale Partner für Axel Springer“, sagte Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG. „Die Umstellung auf Apple ist für uns nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern wichtiger Beschleuniger der kulturellen Modernisierung im Unternehmen.“

Ich mag den Begriff „kulturelle Modernisierung“ (die ganze Presseerklärung vom 04. Juli findet sich hier) – damit ist natürlich nicht gesagt, dass nur MAC OS zum Einsatz kommen wird:

„Zum Einsatz kommen die Computer-Typen Mac mini, iMac, Mac Pro, MacBook, MacBook Pro und MacBook Air, als mobiles Gerät wird auch das iPhone zur Verfügung stehen. In Abhängigkeit von den eingesetzten Applikationen und den Bereichsanforderungen wird entweder das Apple Betriebssystem Mac OS X oder das Microsoft Betriebssystem Windows XP / Vista genutzt werden.“

Das fehlen der Serverlinie von Apple bestärkt mich in meiner Annahme, dass wir hier ein harmonisches Miteinander der unterschiedlichen Betriebssysteme und Hardwarelager (Serverseitig) zu erwarten haben und die Springer Mitarbeiter dürfen sich vermutlich auf günstige iPhones freuen – wie auch immer man zu dem Hamburger Konzern und seinen Produkten steht – die Wahl der Computer gefällt mir sehr gut. 🙂

Wild goose chase

Ich bin heute Abend sehr nachdenklich, was mit vielen Ereignissen der letzten Tage und Wochen zu tun hat. Im Moment kommt mir vieles was ich tue wie eine Aussichtslose Verfolgung vor – eine „wild goose chase“ – als ich 2006 mit Doug Pagitt sprach und wir uns ausgetauscht haben erzählte er mir von einem Buch, dass er schreiben wollte mit dem Titel „A wild Goose Chase“ heute ist es unter dem Namen „A Christianity worth believing“ veröffentlicht und ich bin ein großer Fan davon und freute mich sehr, als ich Gelegenheit bekam ein Vorabmanuskript zu lesen (die ersten drei Kapitel gibt es hier zum Download) – tatsächlich taucht „The wild goose chase“ als Überschrift in Kapitel 4 auf – aber ich bin froh, dass er das Buch nicht so genannt hat.

„Ein christlicher Glaube der es wert ist geglaubt zu werden“ ist viel hoffnungsvoller und das Buch ist auch keine „Wild Goose Chase“, sondern eine theologische Geschichte voller Hoffnung und ganzheitlich positiv.

An dem Punkt, an dem ich im Moment stehe brauche ich solche Nachrichten, solche wilden Geschichten, denn meine eigene scheint immer mehr zu einer „wild goose chase“ zu werden – so vieles was sein könnte vergeht, so vieles zersetzt durch auf erzwungene Prioritäten und der Frage nach dem Konsens statt der Nachfolge einer Vision. Verlorener Idealismus? Nein – meine Ideale oder besser meine Suche nach diesen Idealen ist so dringend und drängend wie eh und je.

Eher die Erkenntnis, dass es nur wenige gibt, die sich wirklich auf diese Suche einlassen wollen, macht mir Gedanken und meine persönliche Ohnmacht auch durch jahrelange Begleitung Sehnsucht zu wecken nach dem anderen, dessen Duft heute mehr denn je in dem Wind der Veränderung und dem Erdbeben der nachchristlichen Zeit wahrzunehmen ist.

Sehnsucht nach einen Glauben, nach einer Gemeinschaft, die mir und dem anderen wirklich in der Tiefe etwas bedeutet und dabei sich zutiefst seiner und ihrer Prozesshaftigkeit bewusst bleibt.

Sehnsucht nach einen Engagement, dem es nicht darum geht, wie ich dastehe, wie viel Anerkennung ich bekomme und wie engagiert ich bin, sondern den Plan Gottes mit dieser Welt demütig, aber selbstbewusst ver-wirklicht.

Sehnsucht nach dem Teilen dessen was wir geschenkt bekommen haben – unserer persönlichen Geschichte mit Gott genauso wie unserer Zeit und unseren materiellen Gütern.

Sehnsucht nach Vergebungsbereitschaft die heilt, mich, uns und durch uns Heilung und Gerechtigkeit in unserer Welt wieder neu zum Leben erweckt.

Und in den letzten Tagen und Wochen musste ich immer wieder erkennen, dass diese Sehnsucht nicht bei allen Menschen schlummert mit denen wir zusammen auf dem Weg sind. Und sich dadurch unser Weg zu „Einem christlichen Glauben der es wert ist geglaubt zu werden“ eher zu einer „Wild Goose Chase“ entwickelt – mir wird schmerzhaft bewusst, wie viel Kompromisse und Abstriche ich gemacht habe und es gab sogar den Punkt, wo ich mich im Spiegel angeschaut habe und gefragt: „Bist Du noch der, der diese Sehnsucht hat?“ – inzwischen habe ich sie wiedergefunden, aber dadurch fallen mir die Kompromisse nur stärker ins Auge und die Frage nach einer angemessenen Reaktion darauf. „More of the same won’t get the job done!“ (mehr vom ewig gleichen wird den Auftrag Jesu an seine Gemeinde nicht erfüllen) betont Alan Hirsch zu Recht. Aber wieviel Zeit verbringen wir und ich mit „more of the same?“ wie oft wird aus der Sehnsucht eine aussichtslose Verfolgung?

Ich gewinne wieder Zuversicht, wenn ich darüber nachdenke wie die Kelten den heiligen Geist beschrieben haben. Für diese sehr frühen und ursprünglichen Christen Europas konnte das Symbol einer Taube den heiligen Geist nicht repräsentieren- es bliebt bei einem Vogel, dieser war aber eine Gans – die Wildgans. In ihrer wilden Form ist diese Gans nicht zu halten, sie muss fliegen, kraftvoll, laut ist ihr Ruf, herausfordernd und nicht zu überhören. Eine aussichtslose Verfolgungsjagd ist es wohl nie dem Ruf des heiligen Geistes zu folgen – es kann aber doch dahin führen, dass man nicht wirklich versteht und einschätzen kann wohin die Reise geht. Möge Gott es schenken, dass aus meiner und vielleicht auch deiner „Wild Goose Chase“ etwas neues, atemberaubendes und wirkliches entsteht „A Christianity worth believing“.

Eine persönliche Frage: Gibt es noch viele andere Wildgansjäger da draussen, die sich manchmal wie auf einer aussichtslosen Verfolgung fühlen?

Zucker aufs Auge…

…oder eyecandy bietet Marc Böttler aka Motionfruit an – schaut euch mal sein Showreel an oder den Trailer für ein Lied von Olafur Arnald – beides sehr sehenswert und sehr hübsch gemacht von dem schleudergefährlichen Marc. Hihi. Seht selbst:

Showreel.
Musikvideo Trailer.

(wenn einer der Geeks mich irgendwann mal in die hohe Kunst des Video Einbettens unter Ecto/Wordpress 2.5.1 einweihen könnte wäre ich sehr dankbar…)