Archive for Oktober, 2008

England

Noch sind keine Bilder online (ich arbeite daran), aber hier schon mal ein kurzer Blick auf unseren Besuch im schoenen England:

Donnerstag-Montag dieser Woche (27.10.) waren wir in London bei Rob und Aimie zu Besuch – eine gute Zeit voller Gespraeche, gemuetlicher Abende und Tee. Das Wetter war einfach gut, kleine Parks in der Naehe. Am wertvollsten waren aber die Begnungen – Matt Gierhart, Jason Clark, Dave Tomlinson – coole Jungs, gute Denker und grossherzige Diskussionspartner.

Montag sind wir dann nach Sheffield gefahren – das erste Mal fuer mich auf der linken Seite und das direkt aus London heraus. Puh. War aber nicht so schlimm, wie gedacht. Ein Traum ist wahr geworden, als wir noch einen Abstecher nach Oxford machen konnten – fuer diejenigen, die mich kennen klingelt da ein Name: C.S. Lewis und Magdalene College. Wir sind zusammen den Addison’s Walk entlangspaziert, haben das College angeschaut und waren irgendwie begeistert. Leider haben wir es nicht in die Bibliothek von Oxford geschafft. Ein anderes mal.

Seit Montag sind wir jetzt in Sheffield und erleben Gastfreundschaft, begeisterte Leute und die wunderbare Familie Steele: Harry, Zoe, Ezre und Jonas. Eine klasse Begnung! Und die Gegend ist auch noch schoen, auch wenn es hier richtig kalt geworden ist, Bodenfrost und ein leichter, kalter Wind. Soviel schon mal aus England und ja, ich schreibe auf einem englischen Computer…

Für alle Kinder unter Euch:

Frisch von der Buchmesse: Prinzessin Knöpfchen – der Hammer. Solltet ihr noch Kind genug sein, dann klickt den Link.

Wenn ihr eher Erwachsene seid und mit so was nichts mehr am Hut habt, dann lasst es einfach.

Ehre, wem Ehre gebührt…

Heute Abend möchte ich sehr gern einige Leute aus unserer Gemeinschaft ehren, weil ich weiß, dass sie dieser Ehre wert sind.

Ich nenne ein paar Namen, die Euch vielleicht nichts sagen, aber mit jedem dieser Namen verbinde ich eine Geschichte, eine Familie, ein Stück Leben und so viel mehr als nur ein Gesicht:

Anna, Anne, Anni, Beni(der zuhause an der Webseite rumgebastelt hat), Dave, Dirk, Doro, Ebi, Elli, Felix, Franzi, Jez, Johannes, Julia, Laura, Leonie, Maddin, Mareike, Maxi, Mirja, Nele, Netti, Ruben, Sabbe, Simon, Torsten, Verena und Emilia (die wunderbar, die Steine aus der Flasche und wieder hinein geordnet hat)… ihr kennt mich – bestimmt habe ich noch jemand nicht namentlich erwähnt! Bitte schreibt mir schnell, wen ich vergessen habe.
Seit gestern um 17:00 Uhr arbeitet ihr und habt heute den ganzen Tag geschrubbt, geputzt, gebaut, geordnet, gesammelt, weggeworfen, umgestaltet, sortiert und geschraubt, gespachtelt und gedübelt. Besonders umgehauen hat mich die Fußboden-Putzaktion auf der 6-7 Leuten auf ihren Knien den Fußboden im Flur geschrubbt haben, um ihn zu säubern von dem Dreck und dem Unrat, der sich angesammelt hat.
Mir kommt es beinahe so vor, als ob mit dieser Aktion eine Art Neuanfang geschaffen wurde, als ob alte Verkrustungen von unserer Gemeinschaftseele abgekratzt worden sind und wir ein Stück unseres Auftrags und unserer Berufung wieder entdeckt haben. Um 18:00 Uhr trafen sich noch einige, um den ersten gemeinsamen Gottesdienst an einer Kirche in Karlsruhe vorzubereiten (23.11. 18:30 Uhr; Johanneskirche am Werderplatz) und haben direkt danach in der Wohnung weitergeputzt, gefeiert, Anbetung auf Knien und Händen zelebriert und gelacht.
Ich war heute zu Tränen gerührt Jugendliche zu sehen, die immer weiter gehen auf dem Weg zu Gott und nicht “Halt” sagen, wenn ihre Komfortzone überschritten wird, die Gemeinschaft leben beim Kloputzen wie beim Liedersingen und Gott in so vielen kleinen Details und in dem anderen sehen. Ich verstehe so viel mehr von Gott, seitdem ich das Privileg habe Teil dieser Gemeinschaft zu sein.
Dies ist eine kleine Art und Weise Euch zu ehren, denn in dem ich Euch ehre, ehre ich den, der Euch geschaffen hat und Eure Gaben in Euch gelegt. Ich habe die Wohnung noch nie so sauber, so geordnet und einladend gesehen – erwartungsvoll – verändert – bereit Platz für noch mehr zu werden, für noch mehr Geschichten und Geschichte, für noch mehr Begegnungen miteinander und mit Gott, für das weiter werden was sie ist: Ein Platz wo Leben gefeiert wird. Ich feiere Euch!Und ich hoffe, ich kann ein paar Bilder bekommen und sie hier verlinken!

Deutschlands sexuelle Tragödie

Der Gründer der Arche e.v. in Berlin und anderen Städten Deutschlands, Bernd Siggelkow, bringt durch sein neues Buch “Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist” (Bernd Siggelkow, Wolfgang Büscher) wieder ein Thema an die Öffentlichkeit, das wir nicht wahrhaben wollen: viele Kinder lernen nicht mehr was Liebe ist. Ich habe das Buch erst bestellt und kann noch nichts über den Inhalt sagen, da es noch nicht da ist – in der Beschreibung steht, dass hier die Einzelschicksale von 31 Kindern und Jugendlichen erzählt werden.

Es passt gut in die Überlegungen mit rein, die mich seit einigen Monaten bewegen und schon verschiedentlich in Gesprächen und dem einen der anderen Projekt ans Tageslicht gekommen sind: Wie hat Gott sich Sex gedacht? Welchen Stellenwert, welche Geschichte hat meine Beziehung zu meinem Geschlecht (Frau/Mann) in meinem Leben? Was hat mich geprägt und wie reflektiert es sich in meinem Liebes-Leben? Was gebe ich weiter, wie lebe ich auch hier ganzheitlich Glauben und wo lebe ich ihn nicht?

Kann ich als Mensch mit meiner ganz persönlichen Geschichte von Höhen und Tiefen mit diesem Thema überhaupt etwas aussagen, oder gerade wegen der Höhen und Tiefen? Wie kann man im Gegensatz zu den eher negativ geprägten Bildern (”Du darfst nicht xyz”) ein positives Bild aufbauen?

Ihr merkt: Es arbeitet in mir: Und in Dir?

Zwei Menschen: Ein Gedanke

Gestern hatte ich zwei schöne Begegnungen mit gänzlich unterschiedlichen Menschen. Und Umständen. Eine mit einem alten Freund in seinem neuen Leben und die andere mit einer recht jungen Bekanntschaft in für mich ungewohnter Umgebung.

Beide jedoch stellten gänzlich unabhängig voneinander die gleiche Frage an mich: Wie baut man Gemeinschaft, die bleibt? Gemeinschaft, die ein Leben lang besteht?

Jugendliche finden Jesus, bauen intensiv Beziehungen auf, leben in einer Gemeinschaft wie z.B. der Wohnung so weit sie es können miteinander, teilen ihren Alltag und ihren Glauben und all das, was dazu gehört. Sie werden älter und haben die Chance in die CVJM Großfamilie, die Gemeinschaft der Mitarbeiter überzugehen (manche tun das) – wie aber gestaltet man Gemeinde so, dass man darin mehr als eine Lebensphase verbringen kann? Viel zu oft erlebe ich Erwachsene, die irgendwie ihrer “Jugendzeit” hinterhertrauern und in der Lebensphase in der sie stecken sehr unzufrieden sind.

Wie baut man Gemeinschaft, die bleibt? Ortsgemeinde habe diesen Vorteil, sagen die einen – sie ist einfach da und bleibt da. Kommunitäten sprechen die anderen – Leben praktisch teilen. Freundschaften. Natürlich hängen diese Fragen auch mit meiner persönlichen Entwicklung zusammen – ich werde 2009 34 Jahre alt. Alt genug, um zu erkennen, dass wir nicht verpassen dürfen den 15 Jährigen eine Gemeinschaft zu geben, die sie begleiten kann und will. Der Barna Report gibt mir mehr als genug Anlass solche Fragen zu stellen.

Was sind Deine Lösungen? Was sind Lösungen Deiner Gemeinschaft? Ich wäre an einem Dialog sehr interessiert!

Zitat

Tradition bedeutet die Glut zu bewahren, nicht die Asche.
Guter Gedanke.

Posted by ShoZu

Wir besuchen England…

…und freuen uns sehr darauf! Angefangen bei Rob und Aimie über Jason Clark fahren wir dann nach Sheffield und lernen eine Menge darüber, wie man in England Kirche verändert. Wir sind gespannt! Emilias erster Auslandsaufenthalt! Wuha!

Uploaded – 01\10\08


Posted by ShoZu


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