Gute Erinnerungen…

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Manchmal fällt einem etwas kleines in die Hand, dass angenehme Erinnerungen weckt. Dieser unscheinbare Zettel, war die Eintrittskarte in das Magdalen College in Oxford, wo wir letztes Jahr im Spätherbst für unsterbliche 3 Stunden waren. Ich will wieder zurück nach England, einen Pub besuchen, eine Pfeife rauchen und durch die Bibliotheken wandern. Hach. (hier die Bilder nochmal, damit ihr es nachvollziehen könnt) Ich würde gern mal 1 Jahr in Oxford leben und ein Buch schreiben dort und zwar eine Geschichte, kein wissenschaftliches Werk. Wunschträume…

Träne

Für die unter Euch, die meinen Twitter Stream nicht verfolgen – am Sonntag waren wir im Gottesdienst des CVJM Karlsruhe – d.h. Mirja war bei den Erwachsenen und ich beim Kindergottesdienst. Es war die Geschichte mit Hanna dran, wie sie weinte, weil sie Samuel noch nicht hatte und wie Gott ihre Tränen weggewischt hatte.

In der kleinen Gruppe bekam jedes Kind eine Träne in die Hand als Symbol für die Trauer von Hanna oder auch für eigene Tränen und durfte sie an die dafür eigenes aus Bauklötzen errichtete Klagemauer legen. Mit einem Gebeot wurde diese dann eingerissen (ein dramatischer Augenblick).

Emilia aber wollte ihre Träne nicht an die Klagemauer legen. Sie war zu fasziniert davon, vielleicht auch zu bewegt. Als hielt sie die Träne fest.

In der darauf folgenden Basteleinheit, in der die Kinder mittels Kartoffeldruck Träne auf ein Taschentuch stempeln konnten, probierte sie Wasserfarben und Kartoffelstempel mit Begeisterung aus – und folgenschwer – ließ dabei ihre Träne liegen. Sie fiel unter den Tisch und als ich dann das eingefärbte Kind notdürftig wusch und wir wieder zurück kamen war der KiGo schon fast vorbei. Die Erinnerung an die Träne war aber noch frisch und vor allem jetzt dringend: Waldheim – Träne holen.

Tagsüber konnten wir Emilia ja noch einigermassen ablenken, aber am Abend war es fast nicht mehr zu stoppen – wieviele echte Tränen unsere Tochter wegen einer kleinen, blauen Träne aus Pappe vergossen hat ist kaum zu zählen. „Waldheim-Träne!!! Waldheim Träne haben.“ Mirja schrieb kurz entschlossen der Verantwortlichen aus dem KiGo eine Mail mit der Frage, ob sie denn noch eine Träne habe.

Mit diesem Brief beruhigt schlief das Kind ein, immer noch viele Tränen in seinen Augen. (die Papa Variante, ihr ihre eigenen Tränen zu zeigen und zu sagen: Schau das sind deine Tränen half gar nicht…)

Immer wieder waren die Tränen an den darauf folgenden Tagen Thema. Bis als Erlösung ein Brief von eben der Mitarbeiterin des Kigo in unserem Birefkasten steckte – mit zwei Waldheim Tränen. Das Kind nahm in jede Hand eine der Tränen und meinte: Tränen wieder da, Mia jetzt wieder fröhlich!

Ich glaube manchmal braucht man einfach Tränen, um wieder fröhlich sein zu können. Was denkt ihr?

John Stott: Wie wir werden müssen

Gefunden in diesem wunderbaren Buch: „Unchristian: What a Generation Really Thinks About Christianity and Why it Matters“ (David Kinnaman, Gabe Lyons) S. 152

„We are faced, in fact, with tow different cultures, two value systems, two standards, and two lifestyles. Which shall we choose? If we are not to be like chameleons, changing color to suit our surroundings, what are we to be like?

The answer ist that we are to be like Christ. The eternal and ultimate purpose of God by his Spirit is to make us like Christ.“ John Stott rector emeritus, All Souls Church, London

Passt sehr gut zu dem Buch, das heute in den Druck gegangen ist (ich freue mich darauf, das Ding endlich in den Händen zu halten…)


„Der wilde Messias: Mission und Kirche von Jesus neu gestaltet: Mission und Kirche von Jesus neu gestaltet. edition novavox 1“ (Michael Frost, Alan Hirsch)

Warum?

Dieser etwas allgemein klingende Titel soll erahnen, was die/der geneigte Leser/-in dieses Blogs sich schon länger fragt: Warum ist hier nichts neues? In den letzten Tagen habe ich recht wenig Zeit mich wirklich auf Texte für einen Blogpost einzulassen. Meistens schreibe ich an anderen Stellen. Heute geht dann hoffentlich das Manuskript von „Der wilde Messias: Mission und Kirche von Jesus neu gestaltet: Mission und Kirche von Jesus neu gestaltet. edition novavox 1“ (Michael Frost, Alan Hirsch) in den Druck. Und damit uns von der Seele…

Schade, dass meine Gedanken nicht in Posts umgesetzt werden können. Mittlerweile hätte ich einige Serien am Start – „Angst“ wäre eine davon. „Vertrauen“ eine andere und natürlich meine Gedanken über das Buch. Ich hoffe auf etwas mehr Zeit in der nächsten Woche.

Fasten ist ein Stichwort, dass dem einen oder anderen in den Sinn gekommen sein mag. Wir werden in diesem Jahr wieder eine „No-Shopping“ Zeit einlegen und uns aller Konsumgüter enthalten, die nicht zum Leben nötig sind (an alle Gäste unseres Hauses keine Angst – es wird auch weiterhin Klopapier bei uns geben.) Natürlich ist das schwer zu sagen, was nötig ist und was nicht. Wir haben da unseren Weg und versuchen möglichst Konsequent zu sein, mehr sicherlich in folgenden Posts.

Ansonsten mag es interessant sein meinen Twitter Stream (http://www.twitter.com/bjoernwagner) zu verfolgen – hier poste ich zwischendrin mal was. Das erscheint dann auch in meinem Facebook Status und somit sind Facebook Nutzer, die meine Freunde sind über meine Schritte und Tritte informiert.

Aus einer eMail

Ich habe heute eine Mail erhalten, in der ein junger Mann über Gemeinschaft redet:

„…eine wirkliche Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Mitglieder immer wieder ein Stück von sich selbst verschenken ohne dabei an sich und ihren eigenen Vorteil zu denken.“

Das überraschende dabei ist, dass er von der Gemeinschaft gesprochen hat von der ich ein Teil sein darf. Manchmal ist es gut die Meinung eines Aussenstehenden zu hören.

Gestern habe ich Mit drei Leuten darüber gesprochen, wie wertvoll sie in den Augen Gottes, aber auch in meinen Augen sind. Ich wünsche mir Gemeinschaften in denen das immer wieder der Fall ist – Augen, die müde und stumpf sind von schlechten Nachrichten, großen Belastungen oder begangenen Fehlern sollen sich in Jesu Gegenwart wieder aufhellen und Mut fassen.

Ich glaube fest daran, dass eine Gemeinschaft dann am missionalsten ist, wenn sie Jesu Leben für den anderen lebt – sei er bereits Teil der Gemeinschaft oder bloßer Besucher. Es ist der einzige mögliche Weg. Man braucht nicht Buber zitieren (obwohl er wert ist gelesen zu werden), um festzustellen, dass die Gemeinschaft mit dem anderen nicht nur Ausdruck, sondern vielmehr Essenz unserer Beziehung zu Gott ist. Dabei werden wir mitnichten zu einem kollektiven Wesen ohne Individualismus, sondern vielmehr ganz wir selbst in der Beziehung. Warum sollten wir als Ebenbilder Gottes erwarten, dass wenn er drei in eins ist, wir nicht auch viele in dem einem sind. Vereinzelt vereint.

Ohne die ständige Hingabe an ein ander wird unser Auftrag an seiner statt in dieser Welt unterwegs zu sein und ihn zu verkörpern zu einer Intellektuellen Rechtgläubigkeitsübung. Erschreckend ist, dass die Gemeinschaft unser Leben praktisch auf die Probe stellt, erleichternd ist, dass sie dabei als Gemeinschaft von Schuldigen weiß, dass wir immer wieder Scheitern.

Gott segne unsere und Eure Gemeinschaften – kannst Du uns heute Mut machen und etwas von Deiner/Eurer Gemeinschaft berichten? Schreib doch einen Kommentar!