Archive for August, 2008

Auf Föhr

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Auf dieser grün leuchtenden Insel werden wir dann also die nächsten zwei Wochen verbringen – wenn diese Artikel erscheint, werden wir aller Voraussicht nach schon dort sein. Das Wetter soll nicht so doll werden, aber wir werden trotzdem eine gute Zeit dort verbringen.

Hier wird es dann wieder ruhiger werden – so richtig weiter gehen wird es erst wieder Mitte September. Es seien Euch zur Lektüre die anderen hervorragenden Blogs in der Linkleiste oder die Archive empfohlen – manchmal stöbert sich gut in alten Einträgen…

Emergent Forum in Erlangen die Zweite

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Besser als auf Emergent Deutschland beschrieben kann ich es nicht ausdrücken:

Vom 28. – 30. November findet das zweite Emergent Forum in Deutschland statt. Zu Gast sind wir wie im letzten Jahr in Erlangen. Dieses Forum möchte gerne all diejenigen versammeln, die auf ihre Weise am emergenten Dialog teilnehmen. Um diesem Forum einen Rahmen zu geben wird es neben Zeiten für Begegnungen eine ganze Reihe von Workshops geben die durch drei Impulsvorträge ergänzt werden. Alles in allem wird es ein spannendes Wochenende werden an dem wir uns intensiv mit bestimmten Fragen auseinandersetzen, miteinander reden, denken, lachen und beten werden. Dass dabei weder der legendäre Kaffee noch ein kühles Bier fehlen werden versteht sich von selbst.

Das Du dich anmelden solltest dürfte klar sein, oder? Auf jeden Fall erwähnen sollte ich dabei das Forum Emergenter Kommunitäten in Ramsdorf im September (19.-21.09.2008), das bestimmt hochspannend und interessant sein wird. Ich freue mich darüber, dass ich nicht mehr überall dabei sein kann, denn das zeigt, wie breit die emergente Bewegung in Deutschland schon jetzt geworden ist – und da geht noch einiges!

Sieht man sich in Erlangen?

Die Jugend…

“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.”

Mit diesem Zitat eines Gelehrten (wer das war wird unten aufgelöst) – steige ich mal ein in ein paar Gedanken über diejenigen, mit denen ich am meisten zusammen bin, am leidenschaftlichesten Gemeinde baue, am heftigsten streite und am flammendsten liebe: Jugendliche.

Ich schicke vorweg, dass ich mit “Jugendlichsein” die interessante Zeitspanne zwischen 13 und ca. Ende 20 meine, die entweder durch Ehe, Kinder oder einen Entschluss (”ich bin erwachsen und schliesse aus freien Stücken eine Riester Rente ab”) beendet wird. Diese Zeit wurde in den letzten Jahren von allen vergöttert – jeder wollte und die meisten wollen immer noch jugendlich sein.

Warum ist das die Alterspanne mit denen ich am meisten Zeit verbringe? Ich fühle mich tatsächlich in der Gegenwart von 16jährigen wohler als in der Gegenwart von 40jährigen, obwohl ich den 40jährigen näher bin oder sein müsste. Ich bin fasziniert von dieser Zeit des Lebens, die nichts kennt, die gerade erst kennen lernt, die sich nicht festlegt, weil man ja etwas verpassen könnte, die im Jetzt lebt und das morgen morgen sein lässt (es sei denn die übereifrigen wohlmeinenden Eltern erinnern sie zu häufig daran) und in denen Gaben und Talente schlummern, die kostbaren Edelsteinen gleichen. Ein paar dieser Gaben und Talente durfte ich helfen zu entdecken, einigen konnte ich mittlerweile ein Stück ihres Weges weiter helfen und viele herausfordernd über ihre Beziehung zum Schöpfer des Universums nachzudenken. Kenne ich mich mit Jugendlichen aus? Kann man zweimal in den selben Fluss springen? Natürlich kenne ich mich nicht mit Jugendlichen aus – ich kenne nicht mal mehr die Charts (ich weiß nur, dass sie weniger wichtig werden in Zeiten von YouTube und MySpace)!

Und natürlich kenne ich mich mit Jugendlichen aus – ich lebe einen Großteil meines Lebens mit ihnen – wichtig ist mir dabei, dass sie Partner sind. Echte und wirkliche Partner, denen ich nicht ein Gesicht zeige, das professionell geglättet ist (ich schaffe ja noch nicht mal mich zu rasieren), sondern vieles von mir widerspiegelt – ich nehme sie ernst und gebe gern Chancen und Vertrauen. Blind, blauäugig und naiv vertraue ich manchmal sogar Leuten Dinge an, von denen ich weiß, dass sie schiefgehen. Aber wie einst einem jungen Basser (mir selbst – jemand hat mir einen Auftrag gegeben, den ich vergaß und er wußte, dass ich ihn vergessen würde) oder einen Fischer namens Petrus bringt genau dieses Vertrauen, dass ganz gegen unsere erwachsene Effektivität geht, gerade wenn es enttäuscht wird einen seltsamen Ertrag: Jemand traut mir etwas zu, obwohl ich es vermasseln werde. War der Vater, der seinen Sohn verloren gehen lässt, nicht völlig verantwortungslos? Ist nicht der Vater der Böse in der Geschichte – unverantwortlich – so viel Vertrauen wegzuwerfen – und so viel Geld.

Ich hatte heute morgen ein Gespräch, in dem es darum ging, dass “die Jugendlichen” kein Durchhaltevermögen mehr haben – ich glaube das nicht, sondern die Dinge, in denen wir durchhalten sind andere als diejenigen, die unsere Eltern durchgehalten haben. Wir sind anders (ich schliesse mich trotz Ehe und Kind mal mit ein) – aber fähig etwas zu bewegen. Wir haben alle Anlagen, die wir brauchen, noch die Rastlosigkeit, die uns bewegt und den Willen etwas zu verändern. Mehr vom selben wird uns in vielem nicht weiterbringen, sondern eher mehr von den Respektlosen, von denen, die keine Manieren haben, die ihren Eltern widersprechen und die Süßspeisen verschlingen. Mir ist klar, dass wir uns ergänzen müssen, die Älteren und die Jüngeren – die Frage ist dabei: Was ist die Aufgabe der Älteren? Wenn Du einer der Älteren bist frag dich doch mal, wo du Vertrauen verschenkst oder den Jüngeren hilfst ihre Schätze ans Tageslicht zu bringen. Das geht uns alle an – einige Leute beim CVJM haben als ich 2002 angefangen habe gesagt, dass sie jetzt mit Mitte 30 zu alt für Jugendarbeit seien – heute habe ich von einem 50 Jährigen Jugendleiter gehört, der viel Herz hat. Haben sich die Jugendlichen von den Älteren abgewendet oder haben eher die Älteren die Jugendlichen im Stich gelassen und die Väter und Mütter der verlorenen Kinder die Tore verschlossen für Leute, die nach Schwein stinken und das Erbe durchgebracht haben?

Ach ja – das Zitat von oben stammt von einem interessanten Philosophen namens Sokrates und beweist, dass diese Fragen auch nicht eben neu sind. Aber wichtig. Was denkst Du?

Gutes Zitat des Tages von gestern…

„Morgen ist noch nicht gekommen, und gestern ist vorbei. Wir leben heute.”
(Das heutige Zitat des Tages stammt von Mutter Teresa (1910-1997), ind. Ordensgründerin

Ich wollte es nicht so einfach untergehen lassen. Wie sieht dein Heute heute aus?

Meine letzten vier Wochen: Eine Zusammenfassung

Ich weiß ja gar nicht wie das gehen soll – vier Wochen pralles Leben zusammen zu fassen, trotzdem mag ich mal den Versuch starten:

  • Die letzte Woche vor den Ferienspielen (21.-26.07.) war zu viel des Guten: Alphakurs WG, x-Treffen und die Hochzeit eines besten Freundes. Zu viel – alles wunderbar, alles an sich wirklich genial, aber zusammen: Zu viel.
  • Die erste Woche Ferienspiele (27.07.-01.08.) wieder ein zu viel – diesmal ein zu viel, diesmal an Mitarbeitern (32). Kaum zu glauben, aber es geht. Das Problem dabei waren die Youngsters, die mit 13/14 Jahren noch zu wenig Erfahrung und Selbstdisziplin mitbrachten. EIgentlich keine neue Erkenntnis – aber ich war so verwöhnt von vielen “vernünftigen” 13 Jährigen (ihr wisst wer ihr seid, Leute!), dass ich das Wagnis eingegangen bin. Der Schuh war zwei Nummern zu groß. Gott und den Disqués sei Dank, dass wir in der Küche bald Hilfe hatten und nicht jeden Abend noch die Mitarbeiterversorgung am Bein hatten. Überhaupt waren das, glaube ich, die Ferienspiele mit am meisten Hilfe von aussen. David Hofheinz und die ganzen Mitarbeiter, die immer dann da waren, wenn es nötig war bestätigen mich in meiner Meinung, dass während dieser Tage etwas entstanden ist von dem ich hoffe, dass es weiter geht: Communitas. Der Samstag war nicht so wirklich entspannend, leider.
  • Die zweite Woche Ferienspiele war in vielem Superlative – weniger Mitarbeiter (24) trotzdem weniger Stress, vor allem ein harmonisches Team und etwas, das ich kaum wirklich beschreiben kann lag in der Luft. Die Leute dieser Woche haben sich jedenfalls in meinem Herz eingenistet und sind wohl schwerer wieder raus zu bekommen (Leute wir sehen uns in der Wohnung, oder?). Das Programm war ebenfalls gut, obwohl schon ein leichter Abwärtstrend zu spüren war – die Länge der Freizeit fordert ihren Tribut an die Hauptakteure – keine größeren Probleme insgesamt und hervorragendes Abendessen, das uns einfach spürbar entlastet und erfrischt hat. Der Samstag nach dieser Woche war besser.
  • Die dritte Woche Ferienspiele war in vielerlei Hinsicht ein “Durchhalten” – ohne die erfahrenen Mitarbeiter wieder die Hilfe von Aussen und der eiserne Wille der Leute auch die dritte Woche durchzuziehen wäre es nichts geworden. Getragen gefühlt haben wir uns durch die Anwesenheit und Hilfe von einigen Mitarbeitern während der Woche, aber noch mehr Mitarbeitern beim Aufräumen. Als wir Freitag so um 20:00 Uhr beim Essen zusammen gesessen haben und wir uns die Essensreste der Ferienspiele einverleibt hatten, musste ich die eine oder andere Träne wegdrücken – es waren fast 20 Leute extra gekommen, um uns zu helfen – Mitarbeiter aus den ersten Wochen, Geschwister, Freunde, aber auch Eltern (!) und andere Mitarbeiter vom CVJM. Genial und irgendwie krass. Was eine Gemeinschaft auf die Beine stellen kann, wenn sie es ernst meint. Wir sind an diesem Abend bis auf wenige Kleinigkeiten fertig geworden. Ein wunderbares Wochenende mit Mirja und Emilia folgte und darauf:
  • Die letzte Woche Arbeit und der Beginn des Urlaubs. In der Woche nach den Ferienspielen waren die Kleinigkeiten das Hauptthema, die Abrechnung, die Freizeiten, die abgefahren sind (Narbonne und Baltrum) und alles so dazwischen. Natürlich haben wir uns auch auf den Urlaub vorbereitet – alle Ehre geht an Mirja, die wieder geplant und gepackt hat und trotzdem mit Emilia den Haushalt geschmissen! Wow – am Freitag sind wir dann bei Freunden in Bremen angekommen, glücklich und zufrieden. Der Samstag war dann allerdings ein absoluter Regentag mit 12 Grad in Bremen. Das hat ein wenig auf die Stimmung gedrückt (die super war – Kai hatte 33. Geburtstag) und das Wetter war vermutlich mit Auslöser unserer kollektiv Magen und Darum Virus Krankheit:
  • Samstag Nacht hat Mirja schon ziemlich doll das volle Programm durchlebt – Sonntag bei unserer verfrühten Abfahrt hat es dann Emilia erwischt (klassisch: Vollgekotztes Auto, schreiendes Kind und Stau) und Montag kam es dann bei mir an. Uah! Eklig. Nicht fein, gar nicht schön. Mittlerweile sind wir alle durch (ich fühle mich noch ein wenig wackelig, aber ansonsten ganz gut) und ich habe wieder mal einen Moment, um das alles hier aufzuschreiben – bevor jemand diesen Blog für tot erklärt. Er ist es nicht.
  • Soweit mal dazu.

Morgendlicher Besuch

Nach dem ich aus dem Fenster ein lautes Knacken gehört habe, schaute ich neugierig heraus – wer knackt da?

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Und das ist unser morgendlicher Besuch gewesen. Vielleicht können wir das Eichhörnchen ja an füttern und zum regelmäßigen Gast machen…

Kein perfektes Frühstück…

…dazu fehlen mir Mirja und Emilia zu sehr (sie kommen erst um 15:00 Uhr heute nach Karlsruhe zurück), aber schon mal ein guter Anfang nach der 1. Woche Ferienspiele…Foto 600.jpg


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