Eine bunte evangelische Kirche mit freikirchlicher Organisationsstruktur

Vom 04.-07. Mai durfte ich als Gemeindegründer bei der Bundeskonferenz der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden in Deutschland dabei sein. Das Motto lautete: „Bunte Gemeinde – Staunen über Christus im Anderen“ (Link führt zur Konferenzdokumentation).

Michael Diener vom Gnadauer Verband eröffnet die Bundeskonferenz mit dem Thema „Gott will bunte Gemeinde“

Natürlich war ich nicht allein – andere vom Gründerteam von „Weiter Raum Marburg“ waren ebenfalls anwesend, aber dennoch wusste ich nicht so ganz: was erwartet mich dort? Vielfältiges – neben dem hervorragenden Programm – z.B. Michael Diener als Anfangsredner, einem ganzen Tag, der dem Thema „Inklusion“ gewidmet war – inklusive Gottesdienst in leichter Sprache und Musik von einer inklusiven Band, weiteren Elementen, Berichte von Geflüchteten und Angekommenen und vielen, vielen Begegnungen mit Gründerinnen und Gründern, Pastorinnen und Pastoren und so vielen anderen Menschen mehr. Der Kabarettist, Pfarrer und Tausendsassa Rainer Schmidt hat uns zu Tränen gerührt – Lachtränen und Tränen der Rührung. Ich habe an diesem Abend mehr über meine Einstellung zu Menschen mit deutlicherer Behinderung als ich sie habe gelernt, als in meinem ganzen Leben vorher. Lachend.

Ein bunter Bund evangelischer Christen, die sich als Freikirche organisieren. Ich bin Menschen begegnen, die von ihrem Bund, dem weltweiten Bund, völlig überzeugt waren. 42 Millionen zählen sich immerhin weltweit zu dieser evangelischen Kirche. „Baptists“ – der

Paul Msiza (Präsident des Weltweiten Bundes der Baptisten) predigt

Präsident Paul Msiza war zu Gast und trotz der hochkarätigen Besetzung war das ganze sehr unaufgeregt, natürlich und leicht. Ca. 1100 Menschen in Kassel im Prinz-Max-Palais treffen sich entspannt. Und verhandeln dabei aber auch ernste und bewegende Themen als Bund. Da wurden kritische Töne geäußert, Rednerlisten geführt, Anträge gestellt und Meinungen ausgefochten. Aber eben in dieser Haltung: wir stehen zusammen und wollen das auch. Basisdemokratisch mit dem Stimmzettel in der Hand. Das Ganze macht auf mich einen guten Eindruck und manche schwierige Begegnung meiner Vergangenheit wurde versöhnt. Ich habe diese Tage als lohnenswert und tiefgängig erlebt und freue mich auf viele weitere Begegnungen mit evangelischen Menschen, die sich nach Art einer Freikirche organisieren. Da ist viel Freiheit in der Luft und das gefällt mir gut.

Die Kongressdokumentation findet sich hier.

Das Kongressvideo:

Die Bildmaterialien stammen von davidvogtphotography.com – alle Rechte verbleiben beim Urheber

CVJM Kolleg

Ich sitze gerade im ICE nach Karlsruhe. Hinter mir liegt ein anstrengender, aber guter Tag. Nachdem ich heute morgen noch Kabel und Stecker für Starkstrom abgeholt habe, bin ich in den Zug gestiegen und nach Kassel gefahren.

Es war mein erster Aufenthalt im CVJM Kolleg – viel mehr als den Kurs, den ich geben durfte, habe ich auch nicht mitbekommen. Zum Gespräch hat es nachher leider nicht mehr gelangt – da war mir mein Zug dann doch wichtiger. Aber auch so habe ich leider Verspätung und finde es zum wiederholten Male sehr seltsam nicht in der Wohnung sein zu können, also nicht zur rechten Zeit.

Ich merke wie sehr mir die Leute und die Wohnung ans Herz gewachsen sind gerade dann, wenn ich nicht da sein kann, wie jetzt. Es ist eine echte Gemeinschaft geworden zumindest für mich. Aber zu dem was heute in Kassel passiert ist:

Ich war eingeladen eine Vorlesung im Rahmen der Ekklesiologie (Lehre von der Gemeinde) über „Emerging Church“ zu halten. Und es war gut, sehr gut sogar. DIe Studenten haben gut mitgemacht, engagiert diskutiert, intelligent rückgefragt und der Aufbau der vier Stunden war solide.

Ich bin jetzt ein wenig ausgepowert, aber glücklich und konnte im Schnee nach Hause fahren. Fein. Jetzt noch der Gottesdienst am Sonntag und danach ein wenig Ruhe und Frieden und Zeit mit der Familie. Der Jahresabschluss naht….

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Seminar über Evolution gestern bei fire@school

Das Seminar hat mir viel Spaß gemacht und ich war überrascht wie viele Leute doch dabei waren – wir mussten dann den Raum wechseln. In einer Stunde kann man natürlich nicht viel ins Detail gehen, aber wir haben uns schon das eine oder andere gefragt. Wie entsteht eine Theorie und wie entsteht das Leben? Eine kleine Präsentation habe ich zusammengestellt, die in dem Post als Quicktime Film dabei ist…evolution-powerpoint auf Wunsch gibt es gern eine hochaufgelöste Version zugeschickt bekommen.

Brian McLaren und Jason Clark: Der Mittwoch

Ein wenig weiter aus meinem Tagebuch:

Etwas müde geht es Mittwoch morgen los. Frühstück und erste Gespräche. Es sind witzige Leute, die einen guten Sinn für Humor haben. Mittlerweile hat sich mein Englisch wieder eingestellt und die Verständigung klappt ganz gut. Auf geht es zum ersten Studientag in Tabor – ich bin etwas nervös – klappt das alles? Nachdem wir angekommen sind baue ich die Kamera auf und sitze hinten mit zur Besprechung und dem Gebet mit dem Schulleiter von Tabor und noch zwei, drei anderen Leuten. Der Saal füllt sich – es sind mehr Leute als gedacht. Ca. 300 haben sich aufgemacht und ich sehe bekannte Gesichter. Ich habe zu wenig gelesen, um einschätzen zu können, was Brian sagen wird – mein Eindruck bis jetzt war eher: Wie kann ein so netter Mann so viele Kontroversen auslösen? Er erklärt was Emerging Church ist und hält dabei eine wunderbare Balance zwischen einer Verengung des Begriffs und einer Zerfaserung in „Was emerging church alles noch so sein kann“. Wie er das macht? Er wechselt das Bild:Kuchen?

Emerging Church ist nicht ein neues Stück vom ohnehin schon zu stark aufgesplitterten Kuchen. Aber das ist genau das, was viele Leute denken. Emerging Church ist die nächste Welle, die Willow Creek ablöst und es gibt jetzt bald Bücher, Videos und was weiß ich…

Vielmehr ist emerging church das, was man im Bild eines Baumes verstehen kann. Ein Baum wächst in die Breite, jedes Jahr ein Jahresring mehr. Hier findet seine Auseinandersetzung mit der Umwelt statt. Weiterlesen

Brian McLaren, Jason Clark und Emergent Deutschland

Noch etwas müde sitze ich wieder zuhause und versuche ein wenig die letzten Tage zu reflektieren. Am Dienstag den 27.11. kamen Brian McLaren und Jason Clark am Flughafen in Frankfurt an und ich durfte zusammen mit Peter Aschoff ihr Begleiter und Fahrer bis Sonntag sein. So kam ich in den Genuss drei wunderbare, humorvolle, spontane, witzige Menschen zu erleben, die enorm viel zu sagen haben. Es wird einige Posts brauchen, bis ich meinen Eindruck erklärt habe.

Die Eckdaten sind erst einmal:

Mittwoch: Studientag 1 in Marburg mit ca. 300 Teilnehmern. Wunderbarer Tag, alle noch frisch und ausgeruht, viele Gespräche und Kontakte, z.B. zu Gofi Müller oder einem der Dozenten am CVJM Kolleg in Kassel. Und natürlich in allem Brian und Jason. Hammerleute.
Donnerstag: Studientag 2 in Hamburg. Nach langer Fahrt und kurzer Nacht überraschend in der St. Petri Kirche in Hamburg, direkt an der Mönckebergstrasse. Das Gemeindehaus war zu klein. Tiefebene, den ich dort getroffen habe (und auch mal offline getroffen Pastor Sändy) bloggt zwölferlei über diesen Tag. Brian, Jason und Peter fahren von Hamburg mit dem Zug zurück, weil es schneller geht. Tobias Künkler ist aber mein Beifahrer und wir haben jede Menge Spass und endlich mal Zeit zum Reden. Tolle Sache. (ein kleiner Bericht von der emergent Seite)
Freitag:
Tagsüber mit Brian, Jason, Peter, Tobias und seiner Freundin Mareike in das Doku-Zentrum im ehemaligen Reichstagsgebäude gewesen. Krasse Ausstellung. Die NS Zeit ist etwas, das man ein ganzes Leben lang verstehen lernt. Und mit der Sicht eines Engländers und Amerikaners noch einmal tiefer. Abends erzählt uns Brian etwas über sein neues Buch „Everything must change“. Geschichten. Spannend.

Ich stoppe mal hier – es soll ja nur ein Appetitanreger sein. Es ist viel wichtiges passiert. Die Vorträge und Materialien wird es auf emergent-deutschland geben. Ein paar Bilder schon hier.

Kleiner Rückblick auf die Session an der FTA

Daneben mal wieder nette Leute getroffen zu haben, von denen man viel und gern gelernt hat (A.D. Baum, Ford Munnerly, Helge Stadelmann, Friedemann Walldorf) waren also 30 David tha preachaStudenten bei dieser Vorlesung. Sabbe, David und Beni haben superviel gemacht, ich habe dann noch mit einem anderen Studenten ein Sofa organisiert und voilà der Raum war bereit. Gruppentische, ein wenig gemütliche Atmo in dem sonst soimg_2226.JPGimg_2218.JPG sterilen und kalt wirkenden Vorlesungsraum. Ich meine, wie kann es kalt wirken, wenn David und Sabbe sich hinter der Tafel verstecken? Die Vorlesung lief gut in meinen Augen, vielleicht ein paar Augenöffner, ein paar Kennzeichen für missionale Gemeinschaften, aber vor allen eine gute Verbindung zu den Studenten und interessanter Gedankenaustausch. Superviele praktische Fragen, die öfter mal von den den Jugendlichen beantwortet wurden und halt einiges von Alan Hirsch.

An der FTA hat sich viel getan seitdem ich weg bin und ich glaube, dass man viele gute Entwicklungen noch erwarten kann. Es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung und hat echt Spaß gemacht mit Beni, David und Sabbe unterwegs zu sein. Das müssen wir öfter mal machen, oder? img_2252.JPG

Wieder zurück

USA FlaggeIch bin jetzt schon seit Donnerstag Nachmittag wieder zurück. Mal abgesehen davon, dass ich verstanden hatte, dass wir das Gepäck beim Umsteigeflughafen abholen sollten und ich durch den halben Flughafen in Cincinnatti gerannt bin, um dann wieder zurück zu rennen, weil das Gepäck natürlich einfach weiter verladen wurde, war der Flug ereignislos.

Ich werde eine Serie über meine Eindrücke in Houston starten, aber Bilder gibt es schon einmal hier zu sehen.

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Lektionen von Romanshorn: Aquariumsumgebung

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Komplexität zeichnet das Leben aus. Es ist schnell, hektisch und kompliziert, man wird mit vielen Entscheidungen und auch vielen schlimmen, manchmal sogar furchtbaren Dingen konfrontiert. Ich übertreibe? Beispiel: Die Eltern trennen sich, superkrasser Einschnitt in deinem Leben. Schlimmer: die Eltern trennen sich und du musst ausziehen, weil dein Vater einen neuen Partner hat. Unmenschlich. Aber Realität, wirklich passierte Dinge.
Trotzdem weigern wir uns in der Jugendarbeit solche schwierigen, komplexen Themen anzusprechen. Wir hatten einmal das Thema „Tod“ und empfanden es als krass. Es ist manchmal so, als ob wir unseren Jugendlichen ein Aquarium anbieten: angenehm temperiert, gefiltertes Wasser, regelmäßiges Futter, Bakterien und Keime werden abgetötet: Den Fischen geht es gut.
Wenn sie aber in den Ozean des Lebens hinaus schwimmen, ist alles anders. Da gibt es sie die wirklichen Fragen, die Bakterien. Ich habe festgestellt, dass dieses Bild mich stark getroffen hat und in mir die Frage aufwirft, ob ich als Einzelperson die Menschen, die mir anvertraut sind auf die Komplexität und auch auf die Nöte des Lebens genügend vorbereite.
Jesus hat das getan, er hat Klartext gesprochen und die Leute fest in der Beziehung zu ihm verankert. Hier greife ich oft zu kurz. Lachen ist besser als Leiden, Aquarium besser als Ozean. Natürlich brauchen wir Nischen, wo wir sicher sind, natürlich brauchen wir Freunde, Beziehungen, die heil sind, aber in dieser Welt brauchen wir eben auch eine Begegnung mit den wirklichen Fragen: Schulstress, Arbeitslosigkeit, Mobbing, den Partner verlassen oder verlassen werden, Krankheit, Tod – das passiert alles im realen Leben. Wie stehen kurz davor (nächstes Jahr), dass die erste Generation Jugendlicher beim CVJM, die ich begleitet habe, Abitur macht und die Komplexität des Lebens kennen lernt. Die Frage bleibt: Habe ich dazu beigetragen sie vorzubereiten. (Dieser Gedanke wird bei dem Thema „Nachfolge“ fortgesetzt)

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Mai: Monat der Begegnungen

Irgendwie scheint der Mai der Monat der Begegnungen zu werden. Jetzt auf dem Forum für Gemeindeinnovation gab es schon einige, am Mittwoch geht es nach London für 5 Tage, dort gibt es wieder Begegnungen mit Kirchenleitern und Gemeindevordenkern und am 18.05. kommt Doug Pagitt nach Karlsruhe, am 19.05. darf ich dann bei einem Studientag an der AfL mit dabei sein. Am 20.05. ist dann erst einmal Schluss mit Deutschland – da fahren Mirja und ich in den lange ersehnten, sauer verdienten Urlaub. In der Toskana. Einfach, schlicht, erholsam, wie wir beide hoffen. Zeit all die Begegnungen zu verarbeiten. Ich freue mich aber voll, weil ich denke da gibt es viel zu lernen und danach viel weiterzugeben.

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Lektionen von Romanshorn: Visuelle Elemente

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Videos, Remixes und Visuals haben großen Eindruck hinterlassen in Romanshorn (ich bediene mich wieder bei einem Bild von Daniel…) und das nicht nur bei den anderen Teilnehmern, sondern auch bei mir. Diese visuellen Elemente haben enorm kommuniziert, dargestellt, fasziniert bleibt immer nur die Frage: Wie macht man so etwas?
Von Arkaos hatte ich ja schon gesprochen, dies ist aber teuer in der Anschaffung und schwer zu bedienen. Es gibt wenige Alternativen zum Selbstherstellen und in Echtzeit mixen. Eine Alternative ist fertige Clips und Videos zu kaufen. Kairosmedia hat da einige coole Sachen, für die endlich mal Zeit gefunden habe. Eine CD/DVD hat dabei besonders meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Images for Worship – Remix. Gern würde ich lernen selbst solche Visuellen Sachen zu machen, bis dahin werde ich mich freuen, dass es auch schon fertige Sachen gibt. Beispiele gibt es auch. Hier.

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Lektionen von Romanshorn: Inkarnation

Inkarnation – ist doch alt. Stimmt, trotzdem stelle ich fest, dass ich vieles an diesem Thema nicht durchdacht habe, viele Fragen nicht mehr stelle. Das Konzept „Inkarnation“ ist von der Menschwerdung Jesu Abgeleitet – Jesus wird Mensch in einem bestimmten Raum (Israel) zu einer bestimmten Zeit (zwischen ca. 0-33 n.Chr.) und mit einer bestimmten Umwelt. Er spricht einen aramäischen Dialekt, er kennt die Denke seiner Leute, weiß mit welchen Bildern und Handlungen er zu ihnen reden muss. Er schottet sich nicht ab, sondern lebt in der damaligen Kultur, durchdringt und verändert sie.
Zu häufig bewege ich mich in einer Art christlichem Ghetto, bin abhängig von der Kultur, die sich darin aufgebaut hat – ich lebe eben nicht so und baue auch nicht so Gemeinde, dass sie für die Kultur, die mich umgibt wichtig wäre.
Daher ein paar Fragen, die ich mir stelle:

  • Wo lerne ich die Kultur wirklichen kennen, in der ich lebe? (physischer Raum)
  • Welchen zeitlichen Rhythmus lebt die Kultur in der ich mich befinde? (Jahreszeiten, Ferien, Urlaub, Feste)
  • Wie sieht es mit der Umwelt aus in der ich lebe(Einkommen, Schulbildung)? Was sind die Themen(Arbeit, Entspannung), wie leben die Leute (Wohnungen, Häuser), was ist die Hauptfreizeitbeschäftigung (Biertrinken? Keine Ahnung…)
  • Welche Symbole und Bilder sprechen zu ihnen, welche kennt die Kultur?
  • Wie schaffe ich es Teil dieser Kultur zu werden, sichtbar, erkennbar, wie könnte meine Kultur etwas mitbekommen von dem was in meiner Gemeinschaft/Gemeinde passiert? (Kultur durchdringen) Wie kann ich dabei die Botschaft ausleben, die so anders ist als die Werte der Menschen, die mich umgeben? (Kultur verändern)

Wie komme ich vom Wissen zur Weisheit, zur Tat? Das ist der schwerste Schritt, denke ich. Mir tut es dennoch gut bei meinen Gedanken mit dem anzufangen – Dir auch?

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BISS Team und der CVJM Gottesdienst

Ein paar Zeilen schreibe ich schon mal, obwohl ich die Fotos erst am Mittwoch bekommen werde – das Team, das auf dem BISS das Seminar mitgemacht hat hat zusammen mit mir heute den Gottesdienst beim CVJM Karlsruhe gestaltet. Getreu unserem Motto, dass alles Predigt ist haben wir mit dem Möglichkeiten gespielt, die uns zur Verfügung gestanden haben.
Der Text, der zugrunde lag ist Richter 6, 11-24 Gideons Berufung, diesen haben wir nach den Hauptgesichtspunkten, Angst, Berufung und Zweifel aufgeteilt.
Am Anfang wurden die Gottesdienstbesucher mit den Worten „Hallo starker Held/starke Heldin“ begrüßt und rotem Teppich, was zu manchem Stirnrunzeln geführt hat (das war die Original Begrüßung, die der Engel Gideon gegeben hat…) – nach Lied, Begrüßung und Erklärung kamen unterschiedliche Filmsequenzen, die das Thema „werde Held, nimm Deine Berufung an“ weitergedacht haben (Spiderman 2, Königreich der Himmel). Wie aber macht man die Angst greifbar, die Gideon hatte? Eine Hammeridee war: Wovor haben die Leute in einem Gottesdienst Angst? Unvorbereitet Predigen zu müssen – also haben wir die Leute erleben lassen, was Angst bedeutet – jeder hatte ein Kärtchen unter dem Sitz angeklebt. Von vorne kam: Wer das Kärtchen hat, der muss nach vorne kommen. Panik bei den Leuten, dann Entspannung, weil jeder eins hat. Aufklärung von vorne – jedes Kärtchen ist nummeriert (10 stellige Zahl) und eine bestimmte Nummer muss nach vorne kommen und predigen. Was sie nicht wussten: die ersten 7 Nummern waren gleich! Erneute Panik – ist es meine Nummer? Aufgelöst wurde es, indem einer aus dem Team nach vorne kam, der dann eine Texterklärung usw. gegeben hat und Anwendung kam von einem anderen. Die beiden haben sich optimal ergänzt. Lobpreis und ein Lied, das ich über Zweifel geschrieben habe, um dieses Thema „Zweifel“ und unsere Sehnsucht nach Sicherheit aufzugreifen. Die Zweifel konnte man dann in einer „Zweifelkabine“ im Schutz der Dunkelheit aufschreiben und an mit Helium gefüllte Ballons hängen. Mit einem Gebet durften diese dann in den Himmel entschwinden.
Es war rundherum ein guter Gottesdienst und eine würdige Fortsetzung/Praxis des Seminars. Ich freue mich sehr über alles was gelaufen ist und über das Team, welches ich als harmonisch und superkreativ empfinde. Gott sei aber vor allem Dank, dem Geber aller guten Gaben…wie hat es Euch gefallen?

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Der Nachwuchs

ich meine nicht den familiären, sondern die Leute, die ich und wir fördern und weiter bringen.
Auf dem Seminar BISS habe ich gemerkt, dass es ziemlich viele Leute gibt, die danach hungern weitergebracht zu werden. Sie wollen lernen, sie wollen ausprobieren, sie wollen besser werden in dem was sie tun.
Helfen wir „dem Nachwuchs“? Ich habe festgestellt, wie schön das ist und wie viel es mir im Lernen bringt, wenn ich ein Faktor sein darf an dem und mit dem andere lernen können.
Ich gebe meine Fähigkeiten, auch wenn sie noch nicht perfekt sind oder manchmal noch nicht mal wirklich gut, weiter und ermögliche anderen nicht nur ein verändertes Handeln, sondern auch ein verändertes Denken. Und das auch noch persönlich. Ich will und werde mehr in „den Nachwuchs“ investieren – was ist mir Dir? Hast Du auch Nachwuchs und willst Du auch investieren? Liebe, Sorgfalt und Zeit sind die Zutaten, die andere wachsen lassen…

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Rückblick: BISS

Gute und bewegte Tage liegen hinter mir: Wir waren mit 5 Leuten aus Karlsruhe auf dem BISS, Anna, Sabbe, Tine und David. Neben einer genialen Zeit, die ich mit diesen wertvollen, lustigen und liebenswerten Menschen hatte, haben wir viel gelernt. Und das ging durchaus Hand in Hand mit viel Lachen. Z.B. haben wir uns Gedanken gemacht warum man so ungern auf andere zugeht, wie man sich fühlt, wenn man von mehr als 100 fremden Gesichtern umgeben ist und wie viele Gebete am Stück denn noch sinnvoll sind. Leute, das war genial mit Euch!
Ich hatte die besondere Ehre ein super besetztes Seminar zum Thema „Predigen“ halten zu dürfen – 10% der Teilnehmer des BISS waren dort – 14 Personen. Die Teilnehmer haben sich dafür entschieden mit mir zusammen dieses Thema zu erarbeiten und so hatten wir keinen festen Ablauf, sondern haben unseren Reichtum entdeckt und entfaltet – jeder hat etwas beigetragen und es war so viel genialer als eine „One-Man-Björn-Show“. Ich hoffe das es den Teilnehmern eben soviel gebracht hat wie mir und das wir andere Formen der Predigt entdecken und fördern können. Schön war’s das BISS.

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